Mindestens acht Tote bei Kämpfen in der Ostukraine

27. Mai 2015, 12:53
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Poroschenko unterzeichnete Strategiepapier zur Nato- und EU-Anbindung

Kiew – Im Kriegsgebiet der Ostukraine sind bei neuen Kämpfen zwischen Regierungstruppen und prorussischen Separatisten mindestens acht Menschen getötet worden. Beobachter der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) seien nach Gefechten im Ort Horliwka eingetroffen, wo vier Zivilisten getötet wurden, teilten die Aufständischen am Mittwoch örtlichen Medien zufolge mit.

Separatistenführer Eduard Bassurin gab der Armee die Schuld am Tod der Menschen. Innerhalb von 24 Stunden seien zudem zwei Aufständische getötet und mindestens vier weitere verletzt worden.

Die Führung in Kiew wies die Vorwürfe zurück. Die Armee reagiere nur auf Provokationen der Separatisten, hieß es. Die an der Seite des Militärs kämpfenden Freiwilligenbataillone sprachen von mindestens zwei Toten und zudem mehreren Verletzten in ihren Reihen.

Westlicher Kurs bekräftigt

Präsident Petro Poroschenko bekräftigte unterdessen die Absicht der Ex-Sowjetrepublik, sich stärker an Nato und EU anzubinden. Dazu unterzeichnete der Staatschef ein entsprechendes Strategiepapier. Russland kritisiert die Nähe des Nachbarlands zur Nato scharf.

Angesichts zunehmender Gewalt in der Ukraine sprach sich Generalstaatsanwalt Viktor Schorkin für ein liberales Waffengesetz aus. Jeder Bürger müsse das Recht auf Selbstverteidigung haben. (APA, 27.5.2015)

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