Rendite-Take Off mit Airbus-Aktienanleihe

27. Mai 2015, 09:52
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11,2 Prozent Rendite p.a. bei 9 Monaten Laufzeit

Die Airbus-Aktie kennt in 2015 nur eine Richtung – aufwärts. Von 41,60 Euro am ersten Handelstag des Jahres legte sie in der Spitze um mehr als 50 Prozent zu – am 27.4. wurden 65,74 Euro bezahlt. Derzeit handelt das Papier mit 64,30 Euro knapp unter dem Allzeithoch. Gründe, auch bei diesen Kursen noch zuzulangen, gibt es offenbar genug: So stellt die Société Générale das Papier in einer Studie vom 11.5. als Top-Wahl des gesamten Sektors auf Kaufen und gibt 73 Euro als 12-Monats-Kursziel aus.

Grund für den Optimismus sind nicht nur die positiven Aussichten für den A-350, sondern auch starke Cash-Bestände und voraussichtlich hohe Erträge aus dem Verkauf eines Anteils an Dassault Aviation und anderen lukrativen Desinvestitionen. Vor dem Hintergrund eines gut laufenden Geschäfts und der angekündigten Strategie höherer Dividendenausschüttungen bei einer gestiegenen Wahrscheinlichkeit eines (weiteren) Aktienrückkaufprogramms bleibt also noch genügend Kursphantasie.

11,2 Prozent Rendite p.a. bei gut 9 Monaten Restlaufzeit

Selbst Anleger, die den Optimismus auf Sicht des nächsten dreiviertel Jahres nicht vollständig teilen, können schon bei einer Seitwärtsbewegung der Aktie eine attraktive Rendite erwirtschaften – das funktioniert mit einer klassischen Aktienanleihe, wie sie etwa von Vontobel unter der ISIN DE000VZ95VZ1 angeboten wird: Das Wertpapier ist mit einem Basispreis von 65 Euro ausgestattet und trägt einen Kupon von 10,6 Prozent und handelt aktuell knapp unter 100 Prozent, was eine maximale Rendite von 11,2 Prozent p.a. ermöglicht.

Der Kupon wird unabhängig von der tatsächlichen Wertentwicklung am Laufzeitende gezahlt; für die Rückzahlung des Nominalbetrags ist der Aktienkurs hingegen durchaus von Relevanz: Notiert die Airbus-Aktie am Bewertungstag (4.3.16) auf oder oberhalb des Basispreises von 65 Euro, so wird der komplette Nominalbetrag von 1.000 Euro zurückgezahlt und Anleger realisieren die Maximalrendite. Bei Kursen unterhalb des Basiswertes erfolgt keine Tilgung in bar, sondern die Lieferung von 15 Aktien gemäß Bezugsverhältnis (= 1.000 Euro / 65 Euro; Bruchteile im Barausgleich). Werden diese Aktien dann zu einem Kurs unterhalb 65 Euro verkauft, entstehen Verluste – die freilich gegenüber einem Direktinvestment durch die erhaltene Zinszahlung abgemildert werden.

Zertifikatereport-Fazit: Die Aktienanleihe eignet sich für alle aktienaffinen Anleger, die von einer positiven Weltkonjunkturentwicklung ausgehen und zumindest moderat positiv für den deutsch-französischen Flugzeugbauer gestimmt sind. Wer vorsichtiger agieren möchte, greift zur gleichen Produktgattung mit einem niedrigeren Basispreis und akzeptiert folglich auch eine geringere Rendite.

Thorsten Welgen ist Mitarbeiter des ZertifikateReports und HebelprodukteReports. Die kostenlosen PDF-Newsletter erscheinen wöchentlich.

Weitere Infos: www.zertifikatereport.de und www.hebelprodukte.de.

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