Briten proben Aufstand gegen den digitalen Einheitsmarkt der EU

26. Mai 2015, 14:44
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Vertreter der wichtigsten Rundfunk-, Film- und Produktionsanstalten bilden Lobbygruppe gegen EU-Strategie

London/Wien - Wie das amerikanische Magazin "Politico" in seiner europäischen Online-Ausgabe berichtet, fürchtet die britische Filmindustrie um eine Einnahmequelle: Die Europäische Union plant Preise und Verfügbarkeit von digitaler Unterhaltung in den Mitgliedsstaaten anzugleichen. Vertreter aus den wichtigsten Rundfunkanstalten, Filmstudios und unabhängiger TV-Produzenten, darunter NBCUniversal und die BBC bilden eine Einheitsfront gegen den Vorschlag.

Angst um Finanzierung

Am meisten Kopfzerbrechen bereiten diverse Änderungen im Urheberrecht. Künstler erfahren dadurch eine Stärkung ihrer Rechte - Studios fürchten um die Erlöse aus dem Lizenzgeschäft.

Neben den USA ist Europa der zweitgrößte Markt für die Briten. 535 Millionen Euro nimmt die Film- und Fernsehindustrie mit dem Verkauf in Europa jährlich ein.

Widerstand regt sich auch in anderen Mitgliedsstaaten. Anders Kjaerhauge, Vertreter von Zentropa, einem skandinavischen Produzenten, sieht die ganze Industrie in Gefahr: "Viele Projekte werden mit dem Handel mit Vorverkaufsrechten vorfinanziert. Der Anteil kann bis zu 60 Prozent betragen." (red, 26.5.2015)

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