Iranischer General: USA wollen nicht gegen IS kämpfen

25. Mai 2015, 19:59
30 Postings

Suleimani: Nur Iran und Verbündete können Terrormiliz stoppen

Teheran - Der Chef einer Elitetruppe der iranischen Revolutionsgarden hat nach dem Fall der irakischen Stadt Ramadi die USA beschuldigt, nichts zu deren Verteidigung unternommen zu haben. Die USA hätten "keinen Willen", die Terrormiliz IS zu stoppen, erklärte General Qassem Suleimani, der Kommandant als Qods-("Jerusalem") Brigaden, nach Angaben der iranischen Zeitung "Javan" von Montag.

Am Sonntag hatte US-Verteidigungsminister Ashton Carter in einem CNN-Interview in Hinblick auf die Eroberung Ramadis durch den Islamischen Staat (IS) der irakischen Armee vorgeworfen, keinen Kampfeswillen zu zeigen.

"Komplize in dem Komplott"

Die USA hätten einen "Dreck" unternommen, um den Vormarsch der Extremisten zu stoppen, sagte Suleimani laut Nachrichtenagentur AP nach Angaben von "Javan", die den Revolutionsgarden nahesteht. "Bedeutet das irgendetwas anderes, als Komplize in dem Komplott zu seien?", fragte der General.

Die USA zeigten keinen Willen, den IS zu bekämpfen. Der Iran und seine Verbündeten seien die einzige Kräfte, die sich mit dem IS messen könnten, meinte Suleimani. Derzeit gebe es niemanden außer der Islamischen Republik Iran und Nationen in deren Nachbarschaft, die sich dem IS entgegenstellten.

Der Iran hat der irakischen Führung angeboten, Berater - einschließlich Suleimanis - zu entsenden, um die schiitischen Milizen im Kampf gegen die sunnitischen Extremisten anzuleiten. Zugleich betont Teheran, keine Kampftruppen in den Irak zu entsenden, obwohl einige Mitglieder der Revolutionsgarden dort ums Leben kamen. (APA, 25.5.2015)

Share if you care.