Flüchtlingsland Österreich

Einserkastl26. Mai 2015, 07:33
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Zeltstädte im Dauerregen

Flüchtlingswellen in Österreich:

Nach dem Krieg kamen 1945 bis 1947 1,4 bis 1,45 Millionen, hauptsächlich "Volksdeutsche" aus der Tschechoslowakei, Polen, Jugoslawien, Ungarn, Rumänien. Davon blieben 300.000, etwa 250.000 davon deutschsprachig.

1956 nach dem Ungarnaufstand kamen binnen weniger Wochen 180.000 Ungarn, geblieben sind 18.000.

1968, nach dem Einmarsch der Warschauer-Pakt-Staaten, kamen 162.000 Tschechen und Slowaken, geblieben sind 12.000.

1981, nach Verhängung des Kriegsrechts in Polen, 120.000 bis 150.000 Polen, geblieben sind 15.000.

1991/92 nach dem Bosnienkrieg 90.000 Bosnier, geblieben sind 60.000.

1994 nach dem zweiten Tschetschenienkrieg rund 24.000 Tschetschenen, Asyl erhielten fast alle.

Nun kommen die Syrer, teilweise auch Afrikaner, zuletzt bis zu 300 am Tag.

Österreichs Bürgermeister wollen keine mehr nehmen. Auch wenn Privatleute Quartiere bereitstellen. Kasernen? Das schon gar nicht. Sollen sie halt in Zelten schlafen, meinen die wahren Herren Österreichs, die Lokalkaiser. Der Bund lässt sich auf der Nase herumtanzen und stellt Zeltstädte auf. Im Dauerregen.

Übrigens: Seit 1945 kamen etwa zwei Millionen Flüchtlinge zu uns. Etwa 700.000 sind geblieben. (Hans Rauscher, DER STANDARD, 25.5.2015)

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    foto: apa/neumayr
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