Russland verweigerte serbischem Journalisten die Einreise

25. Mai 2015, 16:00
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Stevan Dojcinovic ohne Begründung mit Einreiseverbot bis 2020 belegt

Belgrad/Moskau - Zwei serbische Journalistenverbände haben am Montag gegen ein Einreiseverbot für den Belgrader Journalisten Stevan Dojcinovic nach Russland protestiert. Von Serbiens Außenministerium und der Botschaft Russlands in Belgrad wurde eine Klärung des Falles beantragt, meldeten Medien.

Dojcinovic, der kürzlich einen Vortrag an der Journalistikfakultät in Woronesch halten sollte, wurde am 13. Mai auf dem Moskauer Flughafen Scheremetowo aufgehalten und musste nach Serbien zurückkehren, nachdem er 24 Stunden auf dem Flughafen verbracht hatte. Auch wurde er mit einem Einreiseverbot bis 2020 belegt. Eine Erklärung für diese Maßnahme soll er nicht erhalten haben.

NGO für investigativen Journalismus

Dojcinovic ist ein Mitarbeiter des in Sarajevo und Bukarest ansässigen Organized Crime and Corruption Reporting Project (OCCRP), einer NGO für investigativen Journalismus, sowie des Zentrum für investigativen Journalismus in Serbien (CINS).

Der Journalist schloss gegenüber dem Journalistenverband am Montag nicht aus, dass er in Russland womöglich entsprechend einem kürzlich angenommenen Gesetz über "unerwünschte Organisationen" behandelt worden sei. Im Vorjahr hätte er sich in Russland noch zweimal problemlos aufhalten können, erläuterte er. (APA, 25.5.2015)

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