Firefox OS: Neuausrichtung soll Dominanz von iOS und Android brechen

23. Mai 2015, 16:33
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Mozilla überarbeitet bisherige Pläne zu ihrem mobilen Betriebssystem und startet neu

Im Kampf um den Smartphone-Thron wagt Mozilla einen Neustart. Nachdem der Erfolg mit einem 25-Dollar-Gerät mit Firefox OS ausblieb, will die Non-Profit-Organisation mit einer Neuausrichtung punkten. Dabei sollen die Smartphones nicht nur durch einen günstigen Preis punkten, sondern einerseits neuartige Features bieten, sowie sich für Android-Apps öffnen.

Preis und User Experience

In einer Mail an Beteiligte des Mozilla-Projekts schreibt CEO Chris Beard, dass seine Organisation künftig Smartphones bauen wird, die nicht nur aufgrund des Preises begeistern, sondern auch aufgrund der User Experience. Weitere Pläne rund um das 25-Dollar-Smartphone sollen indessen auf Eis gelegt werden, da die Nachfrage zu gering war.

Analyst: "Sehr schwierig für Mozilla"

Im ersten Quartal 2015 wurden insgesamt 310 Millionen Smartphones weltweit verkauft, davon nahmen einen Löwenanteil Apple mit iOS und Google mit Android ein. Firefox OS hingegen verrichtete hingegen ein absolutes Nischendasein. Analyst Avi Greengart glaubt, dass dies auch weiterhin so bleiben wird: "Wenn man am Smartphone-Markt mitmischen will, muss man etwas anbieten, dass so einzigartig ist, dass der User freiwillig ein funktionierendes Eco-System verlässt".

Vereinzelt werden Android-Apps zugelassen

Gestartet ist das Projekt Firefox OS 2013 mit dem Ziel die Dominanz von iOS und Android zu brechen und mobiles Internet all jenen zu ermöglichen, die sich kein Smartphone leisten können. Gegenüber der übermächtigen Konkurrenz bietet Mozilla mit Firefox OS Apps, die fürs Web geschrieben sind und somit auf jedem Gerät funktionieren. Trotzdem überlegt Beard, künftig Android-Apps zu integrieren, allerdings nur vereinzelte essentielle Apps.

Beard: "Nehmen es mit überragenden Gegnern auf"

Zurzeit ist das Betriebssystem zudem nur auf wenige Hersteller beschränkt, auch hier will sich das Unternehmen öffnen, um mehr Verbreitung zu erreichen. Das neue Firefox OS soll zudem in Bälde die Community erreichen, wodurch Tester mit einem entsperrten Android-Smartphone das System auf Herz und Nieren testen können. CEO Beard ist sich trotzdem bewusst, dass es Firefox OS auch weiterhin nicht leicht haben wird, da es das Betriebssystem mit "überragenden Gegnern" aufnehmen muss. Trotzdem glaubt der US-Amerikaner weiter an den Erfolg: "Mozilla war in der Vergangenheit ähnlichen Situationen gegenübergestellt. Gewonnen haben wir trotzdem". (dk, 23.05.2015)

  • Mozilla zeigt sich weiterhin kämpferisch und richtet Firefox OS neu aus.
    foto: andreas gebert/epa

    Mozilla zeigt sich weiterhin kämpferisch und richtet Firefox OS neu aus.

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