Erneut Tote bei Zusammenstößen in Burundi

22. Mai 2015, 21:55
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Gewalt zwischen Polizei und Regierungsgegnern

Bujumbura – Gewaltsame Zusammenstöße und der Tod dreier Menschen durch Granaten haben eine der größten Demonstrationen in Burundi seit dem Beginn der Proteste gegen Staatschef Pierre Nkurunziza überschattet. Wie ein AFP-Reporter aus der Hauptstadt Bujumbura berichtete, versuchten tausende Demonstranten, vom Stadtteil Cibitoke aus in das Nachbarviertel Ngagara zu gelangen.

Polizisten und Soldaten, die mit Steinen beworfen wurden, gaben Warnschüsse in die Luft ab. Unbekannte warfen gegen Abend im Stadtzentrum von Bujumbura zudem zwei Granaten, wodurch mindestens drei Menschen getötet wurden. Mehrere weitere Menschen wurden verletzt, wie die Armee mitteilte. Der Vorfall ereignete sich in der Nähe des alten zentralen Markts von Bujumbura, wo zahlreiche Obst- und Gemüsehändler ihre Waren anbieten.

Die Proteste richten sich insbesondere gegen die Kandidatur des seit zehn Jahren amtierenden Staatspräsidenten für ein drittes Mandat. Die Regierungsgegner sehen darin einen Verstoß gegen die Verfassung, die lediglich zwei Amtszeiten für das Staatsoberhaupt vorsieht. (APA, 22.5.2015)

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