Abstiegskrimi: St. Pölten und Lustenau gerettet

22. Mai 2015, 22:10
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Vier Teams kämpfen in letzter Runde noch um die Rettung - Direktes Duell zwischen Wacker und Horn

Wien - Die Abstiegsfrage in der Ersten Liga ist auch nach dem vorletzten Spieltag am Freitag noch lange nicht beantwortet. Vier Klubs kämpfen in der letzten Runde noch um die Rettung, zweien - St. Pölten und Lustenau - ist diese bereits gelungen.

Das bisherige Schlusslicht FAC feierte einen wichtigen 2:1-Sieg im Keller-Duell bei Hartberg und verließ damit als nunmehriger Siebenter die Abstiegszone. Die Steirer übernahmen dagegen wieder die Rote Laterne, punktegleich mit dem SV Horn, der eine 0:2-Heimniederlage gegen Liefering kassierte. Wacker Innsbruck rutschte nach einem 1:3 beim LASK auf Platz acht ab und muss kommende Woche im direkten Duell mit den Hornern bestehen.

Hartberg ging gegen Peter Pacults Floridsdorfer durch Danijel Prskalo (34.) in Führung und hatte unmittelbar nach der Pause Pech: Sencars Volley landete an der Latte. Die Gäste machten es besser und drehten durch Treffer von Mehmet Sütcü (55./per Kopf nach Haas-Flanke) und Patrick Haas (79./Abstauber) die Partie noch zu ihren Gunsten um. Der FAC hat damit nun im Heimspiel gegen LASK sein Schicksal in der eigenen Hand, während Hartberg in St. Pölten unbedingt gewinnen und auch noch auf Schützenhilfe hoffen muss.

Innsbruck lange auf Kurs

Wacker hätte sich aber schon aller Sorgen entledigen können - und es sah gut aus, ging man doch in Linz durch einen Kopfball von Rene Renner (40.) in Führung. Die Tiroler hatten gegen den Tabellendritten das Geschehen im Griff. Doch nach der Pause schwächte sich Wacker, Tormann Pascal Grünwald wurde nach einem Foul an Christopher Drazan wegen Torraubs ausgeschlossen (57.). Den fälligen Elfer verschoss zwar Radovan Vujanovic zwar, doch mit einem Mann mehr gelang dem LASK trotzdem die Wende. Drazan erzielte den Ausgleich (66.), und ein Doppelpack von Niko Dovedan (70., 76.) entschied die Partie endgültig zugunsten der Linzer.

Die Tiroler können den Klassenerhalt trotz allem noch aus eigener Kraft schaffen. Horn, das in der letzten Woche auf dem Tivoli gastiert, muss dort unbedingt gewinnen. Gegen Liefering klappte das nicht, die Salzburger bezwangen die Niederösterreicher durch Tore von Ante Roguljic (19.) und des in der Pause eingewechselten Felix Adjei (80.). Sieben für die U20-WM abgestellte Spieler gingen ab.

In Lustenau durften sich am Ende beide Teams über den Klassenerhalt freuen. David Stec (22./per Kopf) und Mario Mosböck (76.) sorgten mit ihren Treffern für einen verdienten Auswärtssieg für den SKN. Die Vorarlberger werden diese ob der tabellarischen Konstellation verschmerzen.

Mattersburg so gut wie Meister

Der SV Mattersburg steht nach einem 2:0-Heimsieg am Freitagabend über den Kapfenberger SV praktisch als Meister fest. Die Burgenländer haben vor der letzten Runde nicht nur drei Punkte Vorsprung auf Liefering, sondern auch die um zehn Treffer bessere Tordifferenz.

Die Burgenländer benötigten nur 15 Sekunden, um durch Toptorjäger Markus Pink in Führung zu gehen. Nach der Pause erhöhte dann Karim Onisiwo nach Vorarbeit von Höller und Pass von Farkas auf 2:0 (59.). Pink hält nun als Spitzenreiter der Torschützenliste bei 20 Saisontreffern, Onisiwo als erster Verfolger bei 16. (red/APA - 22.5. 2015)

Ergebnisse, 35. Runde:

SC Austria Lustenau - SKN St. Pölten 0:2 (0:1) Reichshofstadion Lustenau, SH Gishamer. Tore: Stec (22.), Mosböck (77.).
Rote Karte: Jailson (Lustenau/Tätlichkeit/58.)

SV Horn - FC Liefering 0:2 (0:1) Horn, Waldviertler Volksbank Arena, SR Heiss.
Tore: Rogulic (19.), Adjei (80.)

LASK Linz - Wacker Innsbruck 3:1 (0:1) Linzer Stadion, SR Weinberger.
Tore: Drazan (66.), Dovedan (70., 76.) bzw. Renner (40.).
Rote Karte: Grünwald (Wacker/Torraub/57.)

SV Mattersburg - Kapfenberger SV 2:0 (1:0) Pappelstadion Mattersburg, SR Trattnig. Tore: Pink (1.), Onisiwo (59.)

TSV Hartberg - FAC 1:2 (1:0) Profertil Arena Hartberg, SR Hameter.
Tore: Prskalo (34.) bzw. Sütcü (55.), Haas (79.)

  • Die SKN-Anhänger sehen auch in der kommenden Saison Zweitligafußball.
    foto: apa/pfarrhofer

    Die SKN-Anhänger sehen auch in der kommenden Saison Zweitligafußball.

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