Geringe Beteiligung bei ÖH-Wahl: Django gegen Wahlfrust

Kommentar22. Mai 2015, 18:48
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Die ÖH schafft es nicht, die wichtige Arbeit, die sie zweifelsohne leistet, zu vermitteln

Mit der Studierendenvertretung verhält es sich so wie mit der spektakulären Titanwurz. Diese zeigt ihre Blütenpracht nur alle heiligen Zeiten und dann auch nur für wenige Stunden. Für Studierende werden ihre Vertreter üblicherweise nur alle zwei Jahre sichtbar. Im Wahlkampf sind diese präsent vor den Hochschulen, und sie bemühen sich, potenzielle Wähler mit Flyern, Kugelschreibern und Gratiskaffee zu motivieren. Dass das nur sehr bedingt gelingt, zeigt die aktuelle ÖH-Wahl. Nur rund 26 Prozent der Studierenden schritten zur Urne.

Die ÖH schafft es nicht, die wichtige Arbeit, die sie zweifelsohne leistet, zu vermitteln. So vertritt sie beispielsweise die Interessen der Studierenden in den Senaten der Universitäten und in Verhandlungen mit dem Wissenschaftsministerium. In ihren Referaten bietet sie rechtliche Beratungen an, etwa zu den Themen Beihilfen, Arbeitsrecht und Wohnrecht.

Den unmittelbaren Kontakt mit Studierenden suchen die ÖH-Vertreter in der wahlkampffreien Zeit aber kaum. Diesen würden sich viele Studenten im oft mühsamen Uni-Alltag jedoch wünschen. Für das mangelnde Interesse tragen aber auch die Entscheidungsträger an den Universitäten und der Wissenschaftsminister Verantwortung. Es wäre ein feiner Zug Reinhold Mitterlehners, den Studenten in Fragen der Hochschulpolitik mehr Gestaltungsspielraum und somit auch mehr Gewicht zu verleihen. (Katrin Burgstaller, 22.5.2015)

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