Sturm um Trendumkehr, Matchball für Admira

22. Mai 2015, 16:41
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Grazer hoffen gegen Admira auf Ende der sieglosen Serie - Südstädter könnten Klassenerhalt sicherstellen

Maria Enzersdorf/Graz - Sturm Graz ist im Saisonfinish der Fußball-Bundesliga auf der Suche nach dem Weg auf die Siegerstraße. Fünf Spiele lang gab es für die Truppe von Chefcoach Franco Foda schon keinen vollen Erfolg mehr, sollte sich dieser Trend auch in den letzten beiden Runden fortsetzen, könnte sie das Europacupticket noch verpassen. Zu Gast sind die Grazer am Sonntag beim Vorletzten Admira Wacker Mödling.

Bei den Steirern war in den letzten Wochen aber nicht alles schlecht, in den jüngsten fünf Partien gab es gleich vier Unentschieden. Zuletzt erkämpfte sich die Foda-Elf ein torloses Heimremis gegen den designierten Meister Salzburg. "Wir haben gegen Salzburg verdient einen Punkt geholt. Fakt ist aber, dass auch die Admira Punkte benötigt, um nicht abzusteigen, deshalb wird sie gegen uns alles investieren. Wir werden daher wieder am Limit spielen müssen", sagte Sturms Trainer Franco Foda.

Grazer Zweckoptimismus

Geht es nach den Grazern wird sich Schlusslicht Wiener Neustadt jedenfalls am Sonntag über Schützenhilfe freuen können. "Wir haben jetzt lange nicht gewonnen, am Sonntag werden wir aber wieder mit einem Sieg heimkehren", versprach Abwehrspieler Lukas Spendlhofer. Worauf es in dem Spiel ankommt, weiß der Niederösterreicher. "Wir müssen wieder torgefährlicher werden und unsere Stärke bei Standards nützen", betonte Spendlhofer.

Der 21-jährige Ex-Italien-Legionär bekam gegen Salzburg einen Schlag ab, wird allerdings am Sonntag einsatzfähig sein. Offen ist demgegenüber der Einsatz des angeschlagenen Thorsten Schick. "Er wird heute individuell trainieren, wir werden dann sehen, ob er am Sonntag spielen kann", hielt sich Foda noch bedeckt.

An vorderster Front dürfte neuerlich Donis Avdijaj zum Einsatz kommen. Die Schalke-Leihgabe könnte zum vorletzten Mal im Sturm-Dress einlaufen. Deutsche Medien berichten immer wieder, dass der deutsche Bundesligist den 18-Jährigen nach Saisonende zurückholen wird. "Schalke kann ihn bis 31. Mai zurückfordern. Fakt ist, dass wir ihn weiterentwickelt haben und er uns geholfen hat. Welche Entscheidung getroffen wird, werden wir sehen", sagte Foda.

Die Grazer (54 Punkte) sind noch Dritter, haben aber Altach (53) und den WAC (52) im Nacken sitzen. Eines der drei Teams verpasst ein Europacup-Fixticket und muss dann auf Schützenhilfe von Salzburg im Cup-Finale gegen die Wiener Austria hoffen. Die Admiraner kämpfen demgegenüber um den Klassenerhalt und haben da am Sonntag vor eigenem Publikum den ersten Matchball. Bei einem Sieg gegen Sturm ist der Ligaverbleib aufgrund des klar besseren Torverhältnisses im Vergleich zum drei Punkte dahinter liegenden Letzten Wiener Neustadt quasi fix.

"Wir wollen versuchen vor heimischem Publikum alles klarzumachen, weil wir uns auf niemand anderen verlassen wollen", gab Admira-Trainer Oliver Lederer als Devise aus. Mit den Grazern komme ein forscher, offensiver Gegner, der unbedingt Dritter werden wolle. "Sie haben gegen Salzburg ein ordentliches Spiel abgeliefert, uns erwartet eine schwierige Aufgabe", ist sich Lederer bewusst.

Der Tabellenneunte tankte am Mittwoch mit einem erst spät fixierten 1:0-Sieg bei der Wiener Austria viel Moral und Selbstvertrauen, davor hatte es schon beim 0:0 gegen Wiener Neustadt im Abstiegskampf einen wichtigen Punkt gegeben. "Es ist nicht so, dass die Austria gegen uns total ausgelassen hat, wir haben unsere Sache auch gut gemacht. Ich bin zuversichtlich, weil sich die Mannschaft in den letzten Wochen gut entwickelt hat", blickte Lederer positiv nach vorne.

Sollte es gegen Sturm nicht klappen, haben die Admiraner immer noch eine Woche später im Auswärtsspiel in Grödig alle Trümpfe im Abstiegskampf in der eigenen Hand. (APA, 22.5.2015)

FC Admira Wacker Mödling - SK Sturm Graz (Maria Enzersdorf, BSFZ-Arena, SR Lechner). Bisherige Saisonergebnisse: 2:0 (a), 0:2 (h), 1:3 (a)

Admira: Siebenhandl - Zwierschitz, Schößwendter, Katzer, Auer - Windbichler - Bajrami, Lackner, Kerschbaumer, Grozurek - Ouedraogo

Ersatz: Kuttin - Malicsek, T. Weber, Knasmüllner, B. Sulimani, R. Schicker, Vastic, Wessely

Es fehlen: Ebner (Achillessehnenverletzung), Sax (Leistenbeschwerden), Burusic (Knieverletzung), Toth, Schachner (beide rekonvaleszent), Blutsch (U20-WM)

Sturm: Gratzei - Ehrenreich, Madl, Spendlhofer, Klem - Hadzic, Piesinger - Schick/Schloffer, Offenbacher, Gruber - Avdijaj

Ersatz: Schützenauer - Oschtschypko, Kamavuaka, Scharifi, Lovric, Schmerböck, Tadic

Es fehlen: Kienast (Knieödem), Beichler (muskuläre Probleme), Edomwonyi (rekonvaleszent), M. Stankovic, Rosenberger (beide Kreuzbandriss), Pliquett (Mandel-Operation)

Fraglich: Schick (Leistenprobleme)

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