Frankreich vermiest Uber das Geschäft

22. Mai 2015, 14:52
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Taxis ohne Konzession müssen bei gesonderten Parkstellen auf neue Kunden warten - Dürfen während der Wartezeit nicht herumfahren, um Kunden aufzunehmen

Paris - Der umstrittene Fahrdienst Uber hat in Frankreich einen Rückschlag vor Gericht einstecken müssen. Das Oberverwaltungsgericht bestätigte am Freitag Beschränkungen für Taxi-Dienste ohne Lizenz und ebnete damit den Weg für ein Urteil im Fall Uber.

Demnach müssen Taxis ohne Konzession zu ihren Standorten zurückfahren, nachdem sie ihren Kunden abgesetzt haben, und an den gesonderten Parkstellen auf neue Einsätze warten. Es ist ihnen nicht erlaubt, auf der Suche nach neuen Kunden umherzufahren. Ein Pariser Berufungsgericht hat auf die Entscheidung gewartet, um selbst über die Zukunft von Ubers Dienst UberPOP zu entscheiden.

Konkurrenz versucht Uber zu verhindern

Uber bietet eine Smartphone-App an, mit deren Hilfe Privatpersonen zahlungswillige Mitfahrer finden können. Dafür verlangt das kalifornischen Unternehmen einen Teil des vereinbarten Tarifs. Drei konkurrierende Auto-Dienste - LeCab, GreenTomatoCars und Transdev Shuttle - sowie die Taxi-Gewerkschaft sind vor Gericht gezogen, um den Uber-Dienst verbieten zu lassen.

UberPop ist mehreren europäischen Ländern verboten, auch in Deutschland. Das Unternehmen wehrt sich aber unter anderem mit einer Beschwerde bei der EU-Kommission und versucht in Deutschland einen Alternativdienst mit entsprechend versicherten Mietwagen ins Rollen zu bringen. In Österreich ist Uber in Wien aktiv. (APA, 22.5.2015)

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