Burgenländer und Steirer können schon wählen

22. Mai 2015, 23:36
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Vorwahltag in beiden Bundesländern - 2010 in der Steiermark beliebter als die Briefwahl

Theoretisch könnten mehr als 1,2 Millionen Wahlberechtigte in der Steiermark und im Burgenland schon ab jetzt ihre Landtage wählen. Denn sowohl die Steiermark als auch das Burgenland bietet die Möglichkeit der vorgezogenen Stimmabgabe, um die Wahlbeteiligung zu verbessern. 2010 wurde der Vorwahltag in der Steiermark stärker genützt als die Briefwahl.

In jeder Gemeinde musste mindestens ein Wahllokal zumindest in den Abendstunden zur Stimmabgabe öffnen - im Burgenland von 18 bis 19 Uhr, in der Steiermark von 17 bis 19 Uhr. Um dort zu wählen, durfte man allerdings keine Wahlkarte beantragt haben.

Im Burgenland haben bei der Premiere des zweiten Wahltages 21.438 Personen, das sind 8,55 Prozent der insgesamt 250.607 Wahlberechtigten, die Stimme abgegeben. Auf Bezirksebene war die Beteiligung mit 10,87 Prozent in Mattersburg am höchsten. Am wenigsten Zuspruch fand der zweite Wahltag im Bezirk Jennersdorf mit 5,36 Prozent.

Beliebt in der Steiermark

Die Burgenländer können heuer erstmals neun Tage vor dem Wahltermin wählen. Die Steirer kennen diese Möglichkeit der Stimmabgabe schon seit 2005 - und dort wurde sie immer beliebter. 3,9 Prozent nutzten sie 2005 (damals war aber noch eine Wahlkarte nötig), schon fast sechs Prozent im Jahr 2010. Mit 5,9 Prozent war der Anteil der Früh-Wähler sogar höher als jener der Brief- und sonstigen Wahlkarten-Wähler. Sie machten 5,3 Prozent der Wahlberechtigten aus. Bei den Gemeinderatswahlen heuer im März wählten 6,04 Prozent vorgezogen.

Wer die Gelegenheit zur vorgezogenen Stimmabgabe verpasst, aber am 31. Mai nicht im Lande ist, braucht eine Wahlkarte. Die kann noch bis Mittwoch schriftlich, bis Freitag persönlich beim Gemeindeamt beantragt werden.

Die Wahlkarte bietet mehrere Möglichkeiten, die Stimme außerhalb des "eigenen" Wahllokals abzugeben: Man kann per Briefwahl am Postweg wählen, die Wahlkarte selber oder per Boten zum Gemeindeamt (Burgenland) bzw. zur Bezirkswahlbehörde (Steiermark) bringen (lassen) oder am Wahlsonntag in einem "fremden" Wahllokal wählen. Wobei im Burgenland mit Wahlkarte nur im eigenen Wahlkreis, in der Steiermark im ganzen Land gewählt werden kann.

Bettlägrige oder Gehunfähige können sich eine "fliegende" Wahlbehörde ins Haus holen. Für alle Wahlarten gilt aber derselbe Wahlschluss: Die Stimme muss in beiden Ländern spätestens am Sonntag, 31. Mai, 16 Uhr bei der zuständigen Behörde eingelangt sein. (APA, 22.5.2015)

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