Bauspar-Geschäft erholt sich wieder

21. Mai 2015, 11:15
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Die Zinsen erholen sich von ihren Tiefstständen, das tut laut s-Bauspar-Chef Josef Schmidinger den Bausparkassen gut

Wien - Die Erholung der Zinsen von ihren Tiefstständen von Jänner bis März "nahe Null" auf ein schon wieder etwas höheres Niveau tut auch den Bausparkassen und Wohnbaubanken gut. Im April sei das Darlehensgeschäft wieder besser gelaufen, berichtete s-Bauspar-Chef Josef Schmidinger. Auch Wohnbau-Anleihen ließen sich jetzt mit 1,4 Prozent Kupon wieder verkaufen, vergleichbar KESt-pflichtigen 1,78 Prozent.

Zu Jahresbeginn habe die s Wohnbaubank Anleihen zu einer "hypothetischen" Verzinsung von 0,7 Prozent "verkaufen" wollen. Letztlich habe man von Jänner bis März nur Papiere für sieben, acht Mio. Euro absetzen können gegenüber 130 Mio. Euro vor einem Jahr bzw. 213 Mio. im gesamten Vorjahr. "Jetzt stimmt die Welt wieder, das Wohnbauanleihengeschäft ist wieder angesprungen."

Bei den Bauspar-Einlagen ist die "s" mittlerweile laut Schmidinger mit 1/2 bis 3/4 Prozent Verzinsung bzw. samt staatlicher Prämie dann 1 bis 1 1/4 Prozent "doch wieder im Markt drinnen". So hoffe er, dass sich das Spargeschäft des Instituts doch wieder "dort einpendelt, wo wir die letzten Jahre waren".

Darlehensgeschäft läuft mit Fixzinsen

Das Darlehensgeschäft läuft mit den Fixzinsen laut Schmidinger gut. Das Angebot von 2 1/4 bis 2 1/2 Prozent Ausleihungszinsen für 15 Jahre - die Laufzeit wurde erhöht - sei "eigentlich nicht zu unterbieten". Hier liege man wieder recht gut im Markt, im April deutlich über Jänner und Februar.

Der s-Bausparkasse-General geht davon aus, dass die Phase der extremen Niedrigzinsen überwunden ist, doch auch der Rebound sei übertrieben gewesen: "Die Gegenreaktion bei den 10-jährigen Bundesanleihen auf 0,87 nach oben war auch wieder eine Übertreibung, so wie davor nach unten."

Er glaube aber nicht, dass es wieder auf 0,40 Prozent Rendite hinuntergeht wie vor einem Monat bei den österreichischen Bundesanleihen (bei den Deutschen sogar bis auf 0,09 Prozent). Im Zyklus würden die Zinsen am Kapitalmarkt, nicht aber am Geldmarkt, leicht hinaufgehen Richtung 1 1/2 Prozent, "also dort, wo längerfristig die Inflationserwartung liegt". Und dass es zwischen Geld- und Kapitalmarkt eine Differenz von 1 bis 1 1/2 Prozent gebe, sei "etwas Natürliches". (APA, 21.5.2015)

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