Aktivisten geben sich als NSA-Agenten aus, hören Mitbürger ab

21. Mai 2015, 10:10
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Anonyme Datenschützer wollen so auf die Überwachungsmaßnahmen der US-Spione aufmerksam machen

Eine Gruppe an Internetaktivisten will mit einer kontroversen Aktion auf die Abhörprogramme der US-Regierung aufmerksam machen: Bei der Aktion "We are always listening" verteilen als NSA-Agenten verkleidete Datenschützer momentan kleine Kassettenrecorder in New York. Damit nehmen sie Gespräche in Restaurants, Parks oder Kaffeehäusern auf. Die werden anschließend auf einer gleichnamigen Website ins Internet gestellt.

Jeder hat etwas zu verbergen

Dort hört man etwa laut PCWelt von sexuellen Praktiken, einem ehemaligen Microsoft-Mitarbeiter, der nun als Künstler arbeitet oder einer Fitness-Mitarbeiterin, die einer Freundin über ihre Wohnverhältnisse erzählt. Mit der Initiative will das Kollektiv, das anonym bleibt, die US-Bürger für die Überwachungsprogramme der NSA sensibilisieren. Ihr Ziel ist es, zu beweisen, dass jeder Mensch etwas hat, das er lieber vor der Öffentlichkeit verbergen würde. Zuletzt hatte Bundeskanzler Werner Faymann (SPÖ) mit einer ähnlichen Aussage für Kritik gesorgt. (fsc, 21.5.2015)

  • US-Aktivisten protestieren gegen Überwachungsmaßnahmen
    foto: reuters/downing

    US-Aktivisten protestieren gegen Überwachungsmaßnahmen

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