Zwei Schuldsprüche in Tiroler Jihadistenprozess

20. Mai 2015, 14:53
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27-jähriger Koranlehrer soll 19-Jährigen für Jihad begeistert haben, das Urteil ist nicht rechtskräftig

Innsbruck - Wegen Beteiligung an einer terroristischen Vereinigung und versuchter Ausbildung für terroristische Zwecke sind am Mittwoch am Landesgericht Innsbruck zwei Männer im Alter von 19 und 27 Jahren zu einem Jahr bedingt bzw. zwei Jahren unbedingter Haft verurteilt worden. Das Urteil war vorerst nicht rechtskräftig. Die Verteidiger meldeten Nichtigkeitsbeschwerde und Berufung an.

Die Staatsanwaltschaft gab keine Erklärung ab. Der 27-jährige Koranlehrer aus Ägypten soll den 19-Jährigen für den Jihad begeistert und ihn einem Al-Qaida-Ableger zugeführt haben. Die Staatsanwaltschaft warf den in Tirol lebenden Beschuldigten vor, dass sie im Juni des vergangenen Jahres zu einem Trainingscamp einer der Al-Qaida nahestehenden Gruppe in Syrien gereist wären. Die Verhandlung fand unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt. (APA, 20.5.2015)

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