Amazon in Österreich Umsatzführer, bei Zufriedenheit andere vorne

20. Mai 2015, 12:33
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Umfrage: Österreichische Kunden mit Online-Shops von Esprit, Tchibo/Eduscho und Bipa am zufriedensten

Der US-Onlinehändler Amazon ist für die Österreicher die erste Adresse, um im Internet einzukaufen, punkto Zufriedenheit liegen aber acht andere Online-Shops vor dem Riesen, ergab eine Umfrage des deutschen ECC-Instituts unter rund 2.300 österreichischen Konsumenten. Am zufriedensten sind Kunden demnach mit dem Web-Shop der Bekleidungskette Esprit, gefolgt von Tchibo/Eduscho und Bipa.

"Der altbekannte Platzhirsch ist nicht an der Spitze"

"Der altbekannte Platzhirsch ist nicht an der Spitze", sagte Handelsverband-Geschäftsführer Rainer Will am Mittwoch bei einem Pressegespräch in Wien. Amazon belegt in der Befragung Platz 9. "Die Erwartungen der Kunden an Online-Shops sind sehr unterschiedlich", räumte Studienleiterin Eva Stüber ein. Wenn eine Amazon-Lieferung nach zwei Tagen nicht eintreffe, sei der Kunde enttäuscht. Bei anderen Händlern wäre das vielleicht nicht der Fall, weil eine rasche Lieferung gar nicht erst erwartet wurde.

Der "Sieger" unter den 40 umsatzstärksten Online-Shops in Österreich wurde anhand folgender Kriterien ermittelt: Website-Design, Usability, Preis-Leistung, Sortiment, Service, Bezahlung sowie Versand und Lieferung. Die Versandhändler Otto/Universal oder der Online-Modehändler Zalando, die umsatzmäßig weit vorne liegen, haben es nicht unter die Top-10 geschafft. "Das heißt nicht, dass sie keine gute Arbeit machen. Die Abstände sind sehr gering und es kommt auf Details an", erläuterte Stüber.

40 Prozent des Online-Umsatzes

In Deutschland fielen 40 Prozent des Online-Umsatzes auf Amazon. Stüber schätzt, dass es in Österreich ähnlich ist. Laut dem deutschem EHI Retail Institute generierte Amazon mit seiner Österreich-Website im Jahr 2013 einen Umsatz von rund 343 Mio. Euro und war damit klar an der Spitze. Weit abgeschlagen auf Platz 2 landete universal.at mit einem geschätzten Umsatz von 108 Mio. Euro. Auf Platz 3 kam Zalando (73 Mio. Euro).

Der Preis allein sei nicht mehr das entscheidende Kriterium für Kunden, um im Internet einzukaufen, beobachtet Stüber. "Erlebnis und Service werden immer wichtiger", so die Handelsexpertin. Ausruhen könne sich heute niemand mehr. Die Ansprüche der Konsumenten würden immer höher werden. Klaus Müller von Google Österreich verwies auf die stetig wachsende Bedeutung von Multichannel, also der Verbindung von online und offline. Bestellungen über mobile Geräte nehmen zu. (APA, 20.5. 2015)

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