Inklusion – wird sie in Österreich schon gelebt, oder herrscht Aufholbedarf?

Diskussion21. Mai 2015, 08:00
84 Postings

Welche Erfahrungen konnten Sie dazu bereits sammeln?

Pertti Kurikan Nimipäivät haben es zwar nicht ins Finale geschafft, aber dennoch einen bleibenden Eindruck in der Song-Contest-Geschichte hinterlassen. Als erste Teilnehmer mit Lernschwierigkeiten sind sie in der Geschichte des ESC einzigartig – natürlich hört man aber auch finnischen Punk nicht alle Tage.

Beim heutigen zweiten Halbfinale wird nun Monika Kuszyńska antreten, die erste Teilnehmerin, die im Rollstuhl sitzt. Zum ersten Mal in 60 ESC-Jahren wird darüber hinaus im Rahmen des Projekts "Eurovision Sign" die Veranstaltung in internationale Gebärden übersetzt.

Der Song Contest als Vorbild gelungener Inklusion?

Diversität ist also über die Internationalität der Teilnehmer hinaus eines der bestimmenden Song-Contest-Themen in Wien. Gleichzeitig verstößt Österreich mit seiner bestehenden Sonderschulregelung gegen die UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen. Die Zahl der Beschwerden bei der Behindertenanwaltschaft nahm 2014 um rund 20 Prozent zu, die Zahl der Arbeitslosen mit Behinderung steigt doppelt so schnell wie jene der Personen ohne.

Was sind Ihre Erfahrungen dazu?

Welche Beispiele gelungener Inklusion sind Ihnen bereits untergekommen? Wo funktioniert sie noch gar nicht? Haben Sie dazu zum Beispiel an Ihrem Arbeitsplatz Erfahrungen machen können? (aan, 21.5.2015)

  • Zwar nicht im Finale, dennoch ein historischer ESC-Beitrag.
    foto: apa/epa/helmut fohringer

    Zwar nicht im Finale, dennoch ein historischer ESC-Beitrag.

Share if you care.