Finanz darf künftig im privaten Haushalt schnüffeln

20. Mai 2015, 12:25
1451 Postings

Das Vorgehen gegen Pfusch trifft nicht nur das Gewerbe, sondern auch Private, denen 2.180 Euro Strafe drohen

Die Initiative der Regierung zur Bekämpfung von Betrug und Steuerhinterziehung zielt, ganz im Sinne von Wirtschaftskammerpräsident Christoph Leitl, auch voll auf Private ab. Bei Pfusch soll künftig kein Auge mehr zugedrückt werden. Der Begutachtungsentwurf zur Steuerreform sieht einige Neuerungen in diese Richtung vor.

Die Abgabenbehörden, insbesondere die Finanzpolizei, werden nun ausdrücklich berechtigt, Kontrolltätigkeiten in Haushalten durchzuführen. Damit wird klargestellt, dass nicht nur der Pfuscher selbst mit Sanktionen zu rechnen hat, sondern auch der private Auftraggeber. Die Strafen sollen sich auf bis zu 2.180 Euro belaufen.

Hauptstoßrichtung der Verschärfungen sind Bau- und Sanierungstätigkeiten. Damit wird die Betrugsbekämpfung abgerundet, die ja mit Registrierkassenpflicht und Aufweichung des Bankgeheimnisses stark ausgedehnt werden soll. Weiters werden Barzahlungen am Bau verboten. Genauer gesagt kommt ein steuerliches Abzugsverbot für Aufwendungen ab einem Betrag von 500 Euro. Die Registrierkassen müssen in Betrieben mit einem Umsatz von mindestens 15.000 Euro eingeführt werden. (as, 20.5.2015)

  • Wer schwarz arbeiten lässt, dem drohen saftige Geldstrafen.
    foto: ap/jens meyer

    Wer schwarz arbeiten lässt, dem drohen saftige Geldstrafen.

Share if you care.