Pomp und Anti-Stil: Die Outfits der Halbfinale

Ansichtssache22. Mai 2015, 11:51
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Die Bausch-und-Umhang-Fraktion machte sich modisch in den Halbfinalen breit – und dann war da noch die Sache mit den Schuhen

foto: apa/georg hochmuth

Elegant

Kurzhaarig und im einärmeligen schwarzen Outfit moderierte Conchita stilsicher beim zweiten Halbfinale. Eine vergleichsweise puristische modische Ansage, wenn man sich ihre Kolleginnen anschaut.

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Bling-Bling

Mehr Glitzer geht fast nicht. Das Moderatorinnentrio funkelte in Weiß, Beige und Schwarz von der Bühne. Das Funkelwerk war von den auftretenden Sängerinnen schwer zu toppen. Die souverän moderierende Alice Tumler hat sich das Kleid nicht verdient.

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Ganz unmonströs

Rote wallende Locken, drapiert auf einem wirklich schönen weißen Kleid. Als alles andere als ein Modemonster entpuppte sich das stilsichere norwegische Pärchen, das "A Monster Like Me" darbot.

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Ganz anders, aber modisch sehr in Ordnung: der schwedische Vertreter. Puristische Lederhose und Wohlfühl-Longsleeve mit Sneakern gehen immer und passten gut zur außergewöhnlichen Performance, die so gar nicht nach Song Contest aussah. Gefiel!

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Die Bausch-Fraktion

Schuhe waren in den Halbfinalen immer wieder Thema (davon später mehr). Island pfiff da lieber gleich ganz auf Fußbekleidung. Die Sängerin trat im lieblich-tülligen Bauschkleid auf.

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Eine weitere Vertreterin der Bausch-Fraktion: die litauische Sängerin. Ihr Kleid mit lauter bunten Schuppen ließ an den Regenbogenfisch aus einem Kinderbuch denken.

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Ebenfalls wippend: die Sängerin von San Marino mit ihrem Partner im "Westside Story"-Look.

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Diese Schuhe!

Da war es schwer, den Blick abzuwenden: Die goldenen Schuhe des israelischen Golden Boy waren die schuhgewordenen Flügel des Götterboten Hermes. Schneller als das Licht konnte sich der Sänger allerdings nicht bewegen, da halfen auch die tänzerischen Zuckungen nicht.

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Die zwei aus Tschechien erinnerten optisch irgendwie an die Schauspieler des Wolfsrudels aus "True Blood". Die Sängerin riss sich die hohen Hacken von den Füßen und pfefferte sie auf den Boden. Angeblich sind die Schuhe fünf Jahre alt und werden immer wieder mit Nagellack repariert.

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Kunstwerk von oben

Die lettische Sängerin frönte auch dem Tüll, allerdings in der voluminösen Variante. Mehr Stoff geht fast nicht. Von oben verschmolz das Kleid mit dem Boden. Darunter trug sie ein Netzteil mit Schwingen. Hatte etwas von Calypso aus "Fluch der Karibik".

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Flugtauglich

Da freute sich die Windmaschine: endlich Arbeit! Dass es beim Song Contest nicht nur glitzern, sondern auch ordentlich flattern muss, zeigten folgende Damen. Allen voran die portugiesische Sängerin, die unter dem wehenden Stoff eine Latexhose mit Riemen herzeigte.

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Die Fixstarterin aus Spanien probte in einer roten Glitzerrobe und schickte einen dazupassenden Umhang in die Lüfte.

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Die Schweiz machte einen auf strahlende verführerische Braut mit hoch geschlitzter Tüllrobe. Auch hier wehte ein schwarzer Umhang, der je nach Bedarf energisch zurückgestreift wurde.

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Hier zur Erinnerung noch eine der Stilblüten des ersten Halbfinales:

Uniform-Fantasien

Moldawien eröffnete das erste Halbfinale outfittechnisch mit einer strengen Nummer. Als Freu(n)d und Helfer standen dem Sänger – optisch ein Bon-Jovi-Kid-Rock-Verschnitt – knackig gekleidete Polizisten und Polizistinnen zur Seite. Weiße Socken blitzten aus den schweren Stiefeln, die besonders viel Beinfreiheit zuließen.

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Bluster, bluster

Die sympathische Holländerin war vielleicht ein bisschen zu viel Ballonfahren mit der österreichischen Vizeweltmeisterin, bei der sie zu Gast war. Ihr Outfit erinnerte nämlich vom Stoffvolumen her an erwähntes Fluggerät.

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"Krawaschig"

Staubmantel trifft auf Gangsterrapper-Outfit. Yo! Spannend: die "Krawasche" des mazedonischen Sängers – eine Kreuzung von Mascherl und Krawatte.

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Fröhliche Nabelsuche

Hier lud der tiefe Ausschnitt zum Bauchnabelsuchen ein. Das weiße Kleid der Russin erlaubt allerdings schöne Lichtspiele, und mit den Spaghettiträgern machte sie modisch glatt den letzten Schrei mit.

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V-Ausschnitt

Bei Griechenland lag der Nabel fast noch näher. Endlich Glitzer auf der Robe!

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Baumel, baumel

Sein Outfit war ziemlich in Ordnung, aber der weißrussische Sänger gewinnt den Preis für das mieseste Accessoire: ein baumelndes Ohrkettchen mit einem Kreuz unten dran. Davon lenkten nur die weiße Robe und der schmachtende Blick der Geigerin ab.

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Pompös

Sie wird zwar gesanglich die serbische Adele genannt, modetechnisch sollte sie sich aber auch am Outfit der britischen Sängerin orientieren. (adem, 22.5.2015)

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