Die Einnahmequellen der IS-Miliz

20. Mai 2015, 12:28
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Große finanzielle Ressourcen durch Steuereinnahmen und Erpressung

Die Terrormiliz "Islamischer Staat" ist im Irak und in Syrien weiter auf dem Vormarsch, zuletzt konnten die Jihadisten die Hauptstadt der irakischen Provinz Anbar, Ramadi, unter ihre Kontrolle bringen. Bei der Finanzierung verlässt sich die Miliz großteils auf Steuereinnahmen und Schutzgelderpressung, wie die "New York Times" unter Berufung auf Analysten des US-Thinktanks Rand Corporation berichtet. Nähere Angaben über Quellen oder Herkunft der Daten wurden jedoch nicht gemacht.

Das Vermögen der IS-Miliz wird seit dem Fall der irakischen Stadt Mossul im Juni 2014 auf 875 Millionen US-Dollar (787 Millionen Euro) geschätzt, seitdem sollen durch die Einnahmen aus Steuern und Erpressung rund 600 Millionen Dollar (540 Millionen Euro) dazugekommen sein. Die Gehälter irakischer Regierungsangestellter werden dem Bericht zufolge mit bis zu 50 Prozent besteuert.

500 Millionen Dollar (450 Millionen Euro) wurden aus staatlichen irakischen Banken gestohlen, erst danach werden die Einnahmen aus eroberten Ölquellen mit 100 Millionen Dollar (90 Millionen Euro) schlagend. Diese Finanzierungsquelle litt zuletzt unter den Luftangriffen der von den USA angeführten Allianz.

Die eigenen Ausgaben werden dem Bericht zufolge niedrig gehalten, vor allem durch die Plünderung militärischer Einrichtungen und niedrige Gehälter. Dennoch sind die Gehälter mit zwischen drei und zehn Millionen Dollar monatlich der größte Kostenpunkt. (maa, mba, 20.5.2015)

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