Vienna Insurance mit weniger Gewinn

20. Mai 2015, 08:44
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Gewinn vor Steuern sank um 15 Prozent auf 131 Millionen Euro, Prämieneinnahmen legten um 0,9 Prozent auf 2,76 Milliarden zu

Wien – Die börsennotierte Vienna Insurance Group (VIG) hat im ersten Quartal weniger Gewinn erzielt und mehr Prämien eingenommen. Der Gewinn vor Steuern sank um 15,2 Prozent auf 130,9 Millionen Euro, teilte die VIG am Mittwoch mit. Belastet hätten das niedrige Zinsniveau und höhere Aufwendungen für Unwetterschäden und der erstmals erfasste Zinsaufwand für die im März 2015 begebene nachrangige Anleihe.

In einem sehr herausfordernden Marktumfeld sei es gelungen, in allen Ländern und Geschäftsbereichen positive Ergebnisse zu erzielen, so VIG-Chef Peter Hagen. "Unsere Nähe zu den Märkten durch die starke regionale Verankerung brachte ein teilweise signifikantes Prämienwachstum."

Niedrige Zinsen belasten

Die verrechneten konsolidierten Prämien seien trotz des deutlichen Rückgangs bei den Einmalerlägen in der Lebensversicherung um 0,9 Prozent auf 2,76 Milliarden Euro gestiegen, so die VIG. Die Combined Ratio (Schäden und Kosten in Relation zu den Prämieneinnahmen habe sich auf 96,3 (96,4) Prozent verbessert.

Die Kapitalanlagen (einschließlich der liquiden Mittel) seien um 4,0 Prozent gestiegen und hätten per Ende März auf 32,4 Milliarden Euro betragen. Das Finanzergebnis des Konzerns habe sich auf 273,4 Millionen Euro belaufen (minus 0,9 Prozent). Das historisch tiefe Zinsniveau habe die laufenden Erträge im Finanzergebnis belastet und zudem die Bildung einer Vorsorge für Personalrückstellungen in Österreich notwendig gemacht.

Gestärkt worden sei die Kapitalstruktur. Im März wurde eine nachrangige Anleihe mit einem Volumen von 400 Millionen Euro begeben. Zudem seien Anteile der ersten Tranche der 2008 begebenen 500 Millionen Euro Hybridanleihe sowie der im Jänner 2005 begebenen Ergänzungskapitalanleihe 2005–2022 rückgekauft worden.

Von der APA befragte Analysten hatten im Durchschnitt mit einem Vorsteuergewinn von 139,9 Millionen Euro und Prämieneinnahmen von 2,75 Milliarden Euro gerechnet. (APA, 20.5.2015)

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