"Deflategate": Patriots akzeptieren Strafe

19. Mai 2015, 21:28
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Kein Einspruch gegen Million-Dollar-Pönale - Eigentümer Kraft: "Habe Respekt vor Goodell"

San Francisco (Kalifornien) - Im Skandal um zu weiche Bälle in der National Football League wollen die New England Patriots ihre Strafe akzeptieren. Der NFL-Champion werde nicht dagegen vorgehen, kündigte Team-Eigentümer Robert Kraft am Dienstag beim Treffen der 32 Eigner in San Francisco an.

"Obwohl ich dem, was entschieden wurde, widersprechen würde, habe ich Respekt vor Commissioner Roger Goodell und glaube, dass er im besten Interesse aller 32 Teams handelt", betonte der 73-jährige Kraft.

Bei dem sogenannten Deflategate-Skandal war ein mutmaßlicher Verstoß im Play-off-Halbfinale im Jänner gegen die Indianapolis Colts geahndet worden. Bei der Partie hatten elf der zwölf Patriots-Bälle in der ersten Hälfte weniger Luft als zugelassen, obwohl sie im Vorfeld von den Schiedsrichtern überprüft und für gut befunden worden waren.

Der Verein soll daher eine Million Dollar Strafe zahlen und verliert beim Draft der Nachwuchs-Talente 2016 sein Erstrunden-Zugriffsrecht sowie 2017 den Viertrunden-Pick. Die NFL hatte den Fall dreieinhalb Monate untersuchen lassen. Dabei kam heraus, dass Patriots-Vereinspersonal "wahrscheinlich" die Luft aus den Bällen gelassen und Quarterback-Superstar Tom Brady "grundsätzlich von diesem Regelverstoß gewusst" habe.

Brady wurde für vier Spiele gesperrt, hat aber dagegen Berufung eingelegt. Der 37-jährige ist mit vier Meistertiteln neben Joe Montana und Terry Bradshaw der erfolgreichste Quarterback der Liga-Geschichte. (APA, 19.5.2015)

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