Wer Games aus Österreich will, muss Nachwuchs fördern

19. Mai 2015, 18:29
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"Nachwuchsförderung ist mühsam, aber nachhaltig", sagt Jan Wagner vom Wiener Studio Cliffhanger

Die heimische Videospielbranche ist kleinteilig und hat mit Limitierungen des lokalen Marktes zu kämpfen. Umso wichtiger sei es laut Jan Wagner, Managing-Director des Wiener Studios Cliffhanger Productions, junge Talente aufzubauen und die Ausbildung voranzutreiben.

"Ja, die Produktionskosten in Österreich sind sehr hoch und es ist nicht leicht, qualifiziertes Personal zu finden. Aber ich sehe gerade eine sehr aktive Nachwuchszene", sagt Wagner in einem Interview mit dem GameStandard zur Entwicklung des Spiels "Shadowrun Chronicles". Um diese zu fördern, benötigte es aber mehr als die Unterstützung des Staates und Ausbildungsstätte. Hersteller müssten sich selbst in die Pflicht nehmen.

Vorbild Finnland

Als Positivbeispiel sieht der Entwickler hier Finnland, dass seit einigen Jahren erfolgreiche Studios wie Rovio ("Angry Birds"), Supercell ("Clash of Clans") oder Remedy Entertainment ("Max Payne", "Alan Wake") hervorbringt.

"Finnland hat eine ähnliche Ausgangsbasis aber ein radikales Bekenntnis zu Games und Technologie, das dort eine extrem agile Szene hat entstehen lassen – man hat aber eben auch Nokia und andere Firmen gehabt, die das unterstützen", so Wagner. "Nach dem Staat alleine zu rufen, halte ich da für zu kurz gegriffen – da muss mehr zusammenkommen. Wir haben z.B immer versucht, uns in Nachwuchsförderung und Ausbildung einzubringen. Das ist mühsam und nicht gewinnbringend, aber hilft nachhaltig. Der Weg steht ja jedem offen, der hier eine Firma hat, und man kann ja Leute einstellen und anlernen." (rs, zw, 19.5.2015)

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    foto: shadowrun chronicles
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