Neue Cremes gegen die Sonne

3. Juni 2015, 16:21
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Es gehört zum Allgemeinwissen, dass Sonne die Haut auf tückische Art und Weise schädigt. Gut ist, dass UV-Schutz besser und wasserfester wird

Es gibt eine Reihe von Gründen, sich in der Sommersonne nicht einzuschmieren. Einige Ursachen für ungeschützten Verkehr mit UV-Strahlen sind bekannt, andere passieren gedankenlos sozusagen. Selbst schuld an zukünftigen Schäden sind all jene, die finden, dass das ganze Getue ums Einschmieren eine reine Hysterie ist. Diese mehrheitlich männlich dominierte Gruppe hat es nicht einfach: Sie ist tägliches Einschmieren morgens nicht gewöhnt - und alles, was nicht Routine ist, ist bekanntlich eine Hürde. Zumal Cremen in die Augen rinnen (und dort brennen) oder ein fettig-unangenehmes Gefühl hinterlassen oder zu süßlich riechen können.

Männer als Zielgruppe

Biotherm und Ambre Solaire jedenfalls haben Männer als Zielgruppe entdeckt - und neuerdings UV-Schutz im Programm, der - und auch das ist Klischee und männlich - in erster Linie für Sportler entwickelt wurde. Denn ungeschütztes Sporteln in praller Sonne ist nachweislich ein großes Hautkrebsrisiko. Wer die Creme erst einmal runtergeschwitzt hat, aber erst mitten in einer Radtour, bei der Hälfte eines Marathons oder erst auf dem Berggipfel angekommen ist (und wieder runter muss), schmiert erfahrungsgemäß nicht über den Schweiß drüber. Biotherm, Lancaster oder Shiseido setzten für diese Saison neue Maßstäbe.

Überhaupt: Wasserfestigkeit im UV-Schutz ist in dieser Saison total hip. Alle, die schnorcheln, surfen, Wellen reiten oder einfach nur lange schwimmen, können das ab sofort bedenkenlos und stundenlang tun. Der neue wasserfeste Sonnenschutz wäscht sich nicht mehr so leicht von der Haut ab, und das ist extrem wichtig, weil Wasser die Wirkung von UV-Strahlen auf trügerische Weise maskiert und sogar verstärkt hat. Stichwort: Am letzten Urlaubstag auf der Luftmatratze treiben, um Bräune zu tanken.

UV-Schutz und Selbstbräuner

Abgesehen von der Wasserfestigkeit dürften die Hersteller von Sonnenprodukten aber noch eine weitere Ursache für UV-Schutz-Ignoranz identifiziert haben. Wer hatte schon Spaß daran, sich dickflüssige Pasten auf die Haut zu schmieren, die einen im Anflug wie einen wilden Krieger aussehen ließen? Also wurde fieberhaft an den Konsistenzen und vor allem auch an der Parfümierung von Sonnencremen gearbeitet.

"Mission completed" lässt sich bei Produkten wie Vichy "Idéal soleil" oder aber auch Louis Widmer feststellen. Die chemischen Filter lassen sich mittlerweile auch in dünnflüssige Cremen, leichte Sprays oder in angenehme Öle verpacken, und manche riechen so gut (Sisley und Sensai), dass man sie durchaus auch dann verwenden will, wenn draußen einmal die Sonne nicht scheint.

Neu sind auch eine ganze Reihe von Sonnenprodukten, die ganz generell zu weniger Sonnenbaden animieren wollen. Piz Buin und Nivea zum Beispiel kombinieren UV-Schutz mit Selbstbräunern oder Bronzing-Farbstoffen, die auch sehr hellhäutige Menschen nicht kasig aussehen lassen. La Roche-Posay wiederum verbindet Sonnenschutz mit einer BB-Creme. Warum? Damit morgens nicht zwei Schichten, sondern nur eine aufgetragen werden muss.

Fakt ist: Die durchschnittliche Lebenserwartung beträgt 82 Jahre. Und jeder Mensch hat nur eine Haut. Mit UV-Schutz bleibt sie länger intakt. Und nur das zählt - langfristig betrachtet. (Karin Pollack, RONDO, 3.6.2015)

  • Wasserfeste Sonnencremes sind in dieser Saison hip.
    apa

    Wasserfeste Sonnencremes sind in dieser Saison hip.

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