UN: 1.850 Tote im Jemen seit Ende März

19. Mai 2015, 15:48
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Helfer fordern neue Feuerpausen

Genf – Bei den Kämpfen im Jemen sind seit Ende März nach UN-Angaben rund 1.850 Menschen getötet worden. Fast 7.400 Menschen seien verletzt worden, erklärte das UN-Büro zur Koordinierung humanitärer Hilfe (Ocha) unter Berufung auf jemenitische Behörden am Dienstag in Genf. Nach Angaben des UN-Flüchtlingshilfswerks UNHCR sind mehr als eine halbe Million Menschen auf der Flucht.

Während der fünftägigen Feuerpause, die am Sonntagabend zu Ende gegangen war, konnte das UNHCR nach eigenen Angaben Hilfe auf dem Landweg und per Flugzeug schicken. Das Welternährungsprogramm (WFP) kritisierte, die Waffenruhe sei nicht lang genug gewesen. Ihre Organisation habe nur die Hälfte der vorgesehenen Hilfsgüter ausliefern können, sagte WFP-Sprecherin Elisabeth Byrs. Statt 738.000 Menschen habe das WFP nur 400.000 Menschen erreichen können. Die WFP-Landesdirektorin im Jemen, Purnima Kashyap, forderte "vorhersagbare Feuerpausen, um zusammen mit Partnern vor Ort Nothilfe zu so vielen Menschen wie möglich bringen zu können".

Die sunnitisch-arabische Militärallianz unter Führung Riads hatte ihre Angriffe am 26. März gestartet, um den Vormarsch der schiitischen Huthis zu stoppen und Präsident Abd Rabbo Mansur zurück an die Macht zu verhelfen. (APA, 19.5.2015)

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