Parlamentseinbruch: Keine Gegenstände gestohlen

19. Mai 2015, 15:15
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Weitere Untersuchungen, um "jegliche andere Motivlage als eine kriminelle" zu untersuchen - Polizei ermittelt noch

Wien - Beim Einbruch in das Palais Epstein in der Nacht auf Sonntag dürften weder Wertgegenstände noch Unterlagen entwendet worden sein, teilte die Parlamentsdirektion am Dienstag unter Verweis auf den "derzeitigen Stand" mit. Bei der Polizei hieß es, dass man von dem Einbruch nicht automatisch, sondern per Anruf aus der Sicherheitszentrale des Parlaments informiert worden sei.

Laut Parlament verließen die Täter das Gebäude fluchtartig, nachdem für sie augenscheinlich geworden war, dass ihr Einbruch einen Alarm ausgelöst hat. Daher dürften sie auch keine Diebesbeute an sich genommen haben.

Weitere Untersuchungen geplant

Unmittelbar nach einer Alarmauslösung wurden die Täter von einer Videokamera aufgenommen, hieß es, was bei den Maskierten nicht unbemerkt geblieben sein dürfte. Die Einbrecher - augenscheinlich drei oder vier Männer mit Kapuzenjacken - hätten daraufhin das Gebäude unmittelbar vor dem Eintreffen der Polizei durch ein Fenster im Erdgeschoß verlassen.

Unabhängig davon - auch um "jegliche andere Motivlage als eine kriminelle" zu untersuchen - will die Parlamentsdirektion gemeinsam mit den Sicherheitsbehörden und in Abstimmung mit den parlamentarischen Klubs technische Abklärungen vornehmen. Damit soll sichergestellt werden, dass die Täter im Haus keine Maßnahmen gesetzt haben, die die Sicherheit und Vertraulichkeit der parlamentarischen Arbeit im Palais Epstein beeinträchtigen könnten. "Hinweise darauf gibt es bis jetzt jedenfalls nicht", wurde betont.

Spurenauswertung noch im Gange

Bei der Polizei, dass die Tatortarbeit und Spurenauswertung noch im Gange sei. Videos der Umgebung sollen ausgewertet und Zeugen einvernommen werden.

Auch das Protokoll des Einsatzes wurde bekannt gemacht. Demnach ging um 2.27 Uhr ein Anruf aus der Sicherheitszentrale des Parlaments bei der Polizei ein, das Gespräch dauerte zwei Minuten. Im Anschluss wurden die Angaben elektronisch erfasst und via Funk durchgegeben. Um 2.32 Uhr wurde der Funkwagen hingeschickt, um 2.35 Uhr traf der Funkwagen ein. Die Täter hatten zu diesem Zeitpunkt bereits die Flucht ergriffen. (APA)

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