Bundesforste: Der Kernbereich bleibt Holz

19. Mai 2015, 13:36
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Die Wachstumsmotoren werden aber in den Bereichen Fischerei und Immobilien ausgemacht

Wien - Wetterkapriolen spielen im Alltag der Österreichischen Bundesforste (ÖBf) eine immer wichtigere Rolle. Auch "2014 war für die Bundesforste wetterbedingt ein durchwachsenes Waldjahr", so Finanz- und Immobilienvorstand Georg Schöppl. Der Bereich Forst/Holz bleibt jedoch das Kerngeschäft der ÖBf. Rund 60 Prozent der Betriebsleistung, das sind 142,6 Millionen Euro, entfielen 2014 auf diesen Bereich.

Ein Leitfaden der Unternehmensstrategie bleibt die nachhaltige Bewirtschaftung der Forstgebiete. So wie in den vorigen vier Jahren soll auch in Zukunft nur so viel Holz geerntet werden, wie wieder nachwächst. Im Jahr 2014 waren das 1,528 Millionen Festmeter. Der Spielraum, um im Jahr damit wirtschaftlich zu bleiben, ist somit beschränkt. Deshalb setzen die ÖBf vermehrt auf die Sektoren Immobilien, Jagd und Fischerei, um unter dem Strich schwarze Zahlen zu schreiben.

2014 lag der Umsatz aus dem Bereich Immobilien zum ersten Mal bei über 40 Millionen Euro, erwirtschaftet hauptsächlich durch Vermietung und Verpachtung. Der Verkauf von Flächen oder Seen, von denen 70 Prozent den ÖBf zugeteilt sind, stehen nicht zur Debatte. Der Erlös aus solchen Geschäften müsse ohnehin in die Beschaffung von anderen Flächen gesteckt werden und könne nicht als Umsatz ausgewiesen werden, erläutert Schöppl. Als weiterer Wachstumsmotor wird die Fischzucht ausgewiesen. Die derzeitige Quote von 40 Tonnen pro Jahr soll bis 2019 auf 240 Tonnen ausgeweitet werden. Allein hierfür werden bis 2016 drei Millionen Euro investiert.

Das Geschäftsjahr 2014 wurde mit einem operativen Gewinn von 27,3 Millionen Euro abgeschlossen, eine Steigerung von elf Prozent gegenüber 2013. Das freut natürlich auch die Republik, an die als Eigentümerin insgesamt 32 Millionen Euro ausgeschüttet worden sind - zwölf Millionen als Fruchtgenussentgelt und 20 Millionen als Dividende. (ama, 19.5.2015)

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