Schausteller warnen vor Registrierkassen-Pflicht

18. Mai 2015, 15:24
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Branche befürchtet bei großflächiger Lösung das Aus für viele Schausteller

Wien - Die Schausteller sehen sich von einer breitflächigen Einführung der Registrierkassenpflicht bedroht. Im Zuge der geplanten Steuerreform gelte zwar die "Kalte-Hände-Regelung" weiterhin, allerdings soll diese mit einem Jahresumsatz von 30.000 Euro gedeckelt werden. Wer mehr umsetzt, soll dann die betrugssichere Kassa einsetzen.

Traditionell seit dem 14. Jahrhundert

"Damit wird fast die gesamte Schaustellerbranche zur Einführung einer Registrierkasse verpflichtet", so Fachverbandsobmann Heimo Uwe Medwed. Er warnt davor, dass viele kleine Schausteller ihre Schaukeln und Ringelspiele für immer abstellen könnten. "Die vielen Volksfeste und Märkte, die zum Teil seit dem 14. Jahrhundert bestehen und aus dem österreichischen Kulturgut nicht mehr weg zu denken sind, würden durch den Wegfall dieser Kleingeschäfte sehr an Vielfalt und Flair verlieren", warnt Medwed.

Mit der Registrierkasse, die bereits in vielen EU-Ländern Realität ist, will das Finanzministerium Steuerbetrug verringern. Der Satz "Brauchen's a Rechnung" soll dann der Vergangenheit angehören. (APA, 18.5.2015)

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