Burundi kommt nach Putschversuch nicht zur Ruhe

18. Mai 2015, 14:14
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Schüsse in mehreren Stadtvierteln der Hauptstadt - Ein Toter - Proteste gegen dritte Amtszeit von Präsident Nkurunziza

Bujumbura - Bei neuen Protesten im ostafrikanischen Burundi gegen eine dritte Amtszeit von Präsident Pierre Nkurunziza ist wieder ein Demonstrant getötet worden. Augenzeugen berichteten am Montag, der Mann sei von Sicherheitskräften erschossen worden. In mehreren Stadtvierteln der Hauptstadt Bujumbura waren demnach Schüsse zu hören.

Bei den seit über drei Wochen anhaltenden Protesten sind Berichten zufolge bereits über 20 Menschen getötet worden. Mehr als 105.000 Menschen sind nach UNO-Angaben aus Angst vor der eskalierenden Gewalt in Nachbarländer geflohen. Erst vor zwölf Jahren war in dem kleinen Land mit rund zehn Millionen Einwohnern ein jahrelanger Bürgerkrieg mit mindestens 300.000 Toten geendet.

Die Demonstranten lehnen das Vorhaben von Präsident Pierre Nkurunziza, bei den Wahlen Ende Juni eine dritte Amtszeit anzustreben, als verfassungswidrig ab. Am vorigen Mittwoch hatte ein Gruppe ranghoher Militärs versucht, die Krise zu nutzen und sich während einer Auslandsreise Nkurunzizas an die Macht zu putschen. Sie gaben am Freitag jedoch auf. (APA, 18.5.2015)

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