Warnstreiks bei Deutscher Post gehen weiter

18. Mai 2015, 12:36
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Gewerkschaft Verdi will Forderungen mit weiteren Warnstreiks Nachdruck verliehen

Berlin/Bonn - Deutschlandweit rechnet die Gewerkschaft mit rund 5.000 Streikenden beim Post-Warnstreik. Der Schwerpunkt des Ausstandes lag am Montag im Bereich der Brief- und Paketzustellung, so ein Gewerkschaftssprecher. Betroffen waren unter anderem die Bundesländer Nordrhein-Westfalen, Hessen, Baden-Württemberg, Bremen und Niedersachsen.

Ver.di-Verhandlungsführerin Andrea Kocsis betonte: "Den Beschäftigen ist es ernst. Sie erwarten von ihrem Arbeitgeber endlich ein vernünftiges Angebot." Die fünfte Tarifverhandlungsrunde soll am Mittwoch und Donnerstag in Königswinter bei Bonn stattfinden.

Ver.di spricht von Vertragsbruch

Hintergrund der Streiks ist der Aufbau eines Paketzustellernetzes durch die Gründung von 49 regionalen Gesellschaften. Dort arbeiten bereits mehr als 6.000 Menschen, darunter viele ehemals befristet Beschäftigte der Deutschen Post. Bezahlt werden sie aber zu niedrigeren Löhnen.

Ver.di sieht in dem Vorgehen einen Vertragsbruch und fordert für 140.000 Beschäftigte als Ausgleich eine Verkürzung der wöchentlichen Arbeitszeiten von 38,5 auf 36 Stunden mit vollem Lohnausgleich.

Das Unternehmen hatte unter anderem angeboten, den Kündigungsschutz für die Beschäftigten um drei Jahre bis 2018 auszuweiten sowie am 24. Dezember und zu Silvester wieder als arbeitsfreie Tage einzuführen. Ver.di hatte von einer Mogelpackung gesprochen und das Angebot zurückgewiesen. (APA, 18.5.2015)

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