Deutscher Freundeskreis verteidigt "Sebastian Kurz Stipendien"

18. Mai 2015, 11:52
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Vorsitzende: "Es werden keine öffentlichen Mittel beansprucht"

Innsbruck - Nach dem Außenministerium hat sich auch der Deutsche Freundeskreis der Universitäten in Innsbruck (DFK) gegen die Kritik der Grünen an den "Sebastian Kurz Stipendien" gewehrt. (derStandard.at berichtete). Die Stipendien würden von den Mitgliedern des Freundeskreises finanziert und keine öffentlichen Mittel beansprucht, erklärte der Vorsitzende Yorck Schmidt am Montag in einer Aussendung.

Deutsche Freundeskreis bezahlt Kurz-Stipendien

Die Studienbeiträge der Stipendiaten würden zur Gänze vom DFK getragen. Der Freundeskreis bringe seit mehr als 90 Jahren erhebliche private Mittel zur Förderung der akademischen Einrichtungen in Innsbruck auf. Damit unterstütze der DFK den wissenschaftlichen Nachwuchs und der österreichische Wissenschaftsstandort werde international vernetzt, betonte die Vorsitzende.

"Dass Außenminister Sebastian Kurz mit seinem internationalen Renommee diese Maßnahme kommunikativ unterstützt, ohne dass hierfür vonseiten des Außenministeriums, des Wissenschaftsministeriums oder der geförderten Hochschulen Mittel beansprucht werden, sollte besonders positiv gesehen werden und nicht Gegenstand parteipolitischer Auseinandersetzung sein", meinte Schmidt.

Die Grüne Wissenschaftssprecherin, Abg. Sigrid Maurer hatte kritisiert, dass öffentliche Gelder von Hochschulen verwendet würden, um Werbung für einen amtierenden Minister zu machen. Sie kündigte eine parlamentarische Anfrage an, durch die sie erfahren will, mit welcher Begründung die Stipendien nach dem amtierenden ÖVP-Außenminister benannt sind.

Junge ÖVP fordert Entschuldigung

"Die verzweifelten Versuche von Sigi Maurer Sebastian Kurz anzupatzen, sollen wohl mitten im ÖH-Wahlkampf vom Café Rosa-Skandal ablenken und ihren Freunden von der GRAS Schützenhilfe leisten", sagte Stefan Schnöll, General der Jungen ÖVP, dazu in einer Aussendung.

"Dafür, dass die renommierten Institutionen, wie die Universitäten sowie das Außenministerium, derart zu Unrecht mit Dreck beworfen wurden", sei eine Entschuldigung von der Grünen-Chefin Glawischnig gefordert.

Auf Twitter lässt Maurer wissen: Das Problem seien nicht die Stipendien an sich, sondern Rektoren öffentlicher Hochschulen, die Werbung für einen Minister machen. (APA, red, 18.5.2015)

  • An der Uni Innsbruck werden neuerdings  "Sebastian Kurz Stipendien" vergeben.
    foto: apa/epa/tatyana zenkovich

    An der Uni Innsbruck werden neuerdings "Sebastian Kurz Stipendien" vergeben.

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