Rätselraten um Spionage-App: Daten überwachter Personen geleakt

17. Mai 2015, 12:07
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MSpy soll Opfer eines Hackerangriffs geworden sein, Support-Mitarbeiter dementieren

Das Unternehmen MSpy bietet eine Überwachungs-App für Privatnutzer. "Diese diskret arbeitende Software protokolliert alle Aktivitäten auf dem Ziel-Smartphone - von der GPS-Position über das Surf-Verhalten, Fotos, Videos, SMS, Skype, WhatsApp bis hin zu Tastendrucken und E-Mails", heißt es auf der Seite. Nun wurde das Unternehmen angeblich Ziel eines Hackerangriffs. 400.000 Nutzer könnten betroffen sein, berichtet der bekannte Security-Journalist Brian Krebs.

Daten von Kunden und Überwachten

Bereits vergangene Woche hätten Unbekannte eine große Menge an Daten veröffentlicht, die von den Servern des Unternehmens stammen sollen. Darunter sollen sich unter anderem E-Mails, Textnachrichten, Zahlungs- und Standortdaten, Apple-ID und Passwörter befinden. Nicht nur Daten von Kunden, sondern auch von mit MySpy überwachten Personen, sollen somit gestohlen worden sein.

Mitarbeiter dementieren

Laut Krebs habe MSpy nicht auf seine Hinweise und Anfragen reagiert. Gegenüber mehreren Medien wie "Heise" und der "International Business Times" haben Support-Mitarbeiter allerdings dementiert, dass es sich bei den veröffentlichten Informationen um Kundendaten von MSpy handle. Krebs betreibe "black marketing" und wolle das Unternehmen diskreditieren.

Eine offizielle Stellungnahme des Unternehmens liegt allerdings nicht vor. MSpy lässt noch Weiteres im Dunkeln. So wird auf der Website beispielsweise nicht angegeben wo sich der Firmensitz befindet, lediglich Support-Hotlines in Deutschland, den USA und Großbritannien werden angeführt. (red, 17.5.2015)

  • MSpy richtet sich nach eigenen Angaben in erster Linie an Eltern, die die Aktivitäten ihrer Kinder überwachen wollen. Nun könnten diese Daten jedoch für alle einsehbar im Netz gelandet sein.

    MSpy richtet sich nach eigenen Angaben in erster Linie an Eltern, die die Aktivitäten ihrer Kinder überwachen wollen. Nun könnten diese Daten jedoch für alle einsehbar im Netz gelandet sein.

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