Gründer von israelischer Siedlerbewegung Gusch Emunim gestorben

17. Mai 2015, 09:40
9 Postings

Rabbiner Levinger wurde 80 Jahre alt

Jerusalem - Der Gründer der ideologischen israelischen Siedlerbewegung Gusch Emunim, Mosche Levinger, ist tot. Der Rabbiner sei am Samstag im Alter von 80 Jahren gestorben, teilten Angehörige mit. Levinger und seine Mitstreiter machten sich nach dem Sechstagekrieg 1967, in dem Israel Jerusalem und das Westjordanland besetzt hatte, für die Errichtung jüdischer Siedlungen in den Palästinensergebieten stark.

Im Jahr 1974 gründete er Gusch Emunim mit dem Ziel, jüdische Siedlungen in Städten wie Hebron und Bethlehem zu errichten. Der im Jahr 1935 als Kind deutschstämmiger Eltern in Jerusalem geborene Levinger studierte bei Rabbiner Zwi Jehuda Kook, dem geistigen Vater des religiösen Nationalismus. In den 80er-Jahren wurde er mit einem extremistischen jüdischen Netzwerk, das mehrere Angriffe auf Palästinenser verübte, in Verbindung gebracht, aber nicht verurteilt. Im Jahr 1990 wurde er wegen Schießens in eine Menschenmenge in Hebron, wobei ein Palästinenser getötet wurde, zu fünf Monaten Haft verurteilt. Nach drei Monaten kam der Vater von elf Kindern wegen guter Führung aber wieder frei. (APA, 17.5.2015)

Share if you care.