Friedensabkommen für Mali unterzeichnet

15. Mai 2015, 23:10
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Wichtige Rebellengruppe nicht bei Zeremonie

Bamako - Trotz der jüngsten Gewalt im westafrikanischen Mali haben Regierung und verschiedene Rebellengruppen am Freitag in der Hauptstadt Bamako einen Friedensvertrag unterzeichnet. Das Abkommen soll vor allem dem Norden des Landes mehr Autonomie geben. Die Rebellen verpflichten sich im Gegenzug, die Souveränität der Regierung von Präsident Ibrahim Boubakar Keita anzuerkennen.

Jedoch nahm eine der wichtigsten Rebellenorganisationen nicht an der Zeremonie teil. Beobachter glauben, dass der ganze Plan dadurch infrage gestellt wird. Vereinte Nationen und Europäische Union begrüßten die Unterzeichnung des Abkommens am Freitag.

Vorläufige Zustimmung

Am Donnerstag hatte die wichtige Separatistengruppe "Koordination der Bewegungen des Azawad" (CMA) aber zumindest ihre vorläufige Zustimmung zu dem Abkommen gegeben. Ein Vertreter paraphierte das Dokument in Algier. Algerien vermittelt in dem Konflikt.

Nach einem Putsch im März 2012 hatten Tuareg-Rebellen sowie islamistische Gruppen in weiten Teilen Nordmalis die Herrschaft übernommen. Erst durch ein Eingreifen Frankreichs im Jänner 2013 konnte die Region wieder befreit werden. (APA, 15.5.2015)

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