Zahl der Bürgermeisterinnen nach Gemeinderatswahlen gestiegen

15. Mai 2015, 17:59
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9,9 Prozent in Niederösterreich - Zahl der Kommunen durch Zusammenlegungen gesunken

Wien - Der Anteil der Bürgermeisterinnen ist nach den Gemeinderats- und BürgermeisterInnenwahlen im Frühjahr von 5,9 auf 6,7 Prozent gestiegen. Den höchsten Wert gibt es mit 9,9 Prozent in Niederösterreich, das geht aus einer Aufstellung des Instituts für Parlamentarismus des früheren ÖVP-Klubdirektors Werner Zögernitz hervor.

In vier Bundesländern - Niederösterreich, Kärnten, Vorarlberg und der Steiermark - fanden heuer bereits Kommunalwahlen statt. Die Zahl der Gemeinden hat sich durch die Veränderungen in der Steiermark (Verringerung von 539 auf 287) und in Oberösterreich (zwei weniger) von insgesamt 2.354 auf 2.100 reduziert. Die Zahl der Bürgermeisterinnen ist mit 140 insgesamt gleich geblieben. Prozentuell hat sich der Anteil der Ortschefinnen aber von 5,9 auf 6,7 Prozent erhöht. Damit wurden laut Zögernitz erstmals die sechs Prozent überschritten.

Von Frauen regierte Landeshauptstädte

In Niederösterreich werden nun 57 der 573 Gemeinden von Frauen geleitet (9,9 statt vorher 8,4 Prozent). In Kärnten gab es eine Steigerung von 2,3 auf 5,3 Prozent, sieben der 132 Ortsvorsteher sind weiblich. Nachdem nun auch Klagenfurt eine Bürgermeisterin hat, werden mit Innsbruck zwei Landeshauptstädte von Frauen regiert.

In Vorarlberg beträgt der Frauenanteil unter den Bürgermeistern 7,3 Prozent (bisher 6,3 Prozent) und in der Steiermark - wo die Zahl der Gemeinden reduziert wurde, hat sich der Anteil von 5,8 auf 5,6 leicht verringert. In den 287 Gemeinden gibt es nun statt vorher 31 Frauen in 539 Gemeinden nur noch 16 Bürgermeisterinnen.

In Oberösterreich wird ein Frauenanteil von 7,5 Prozent, im Burgenland von 4,1 Prozent, in Tirol von 3,9 Prozent und in Salzburg von 1,7 Prozent verzeichnet. (APA, 15.5.2015)

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