Miito: Stylischer Induktions-Wasserkocher soll Energie sparen helfen

24. Mai 2015, 11:07
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Design ermöglicht Erwärmung von Flüssigkeiten in jedem Gefäß

Die Energie, die für das Erhitzen von überschüssigem Wasser in Wasserkochern verschwendet wird, reicht aus, um eine Nacht lang die Straßenbeleuchtung in England zu versorgen. Das behauptet das Berliner Start-up "Miito", das dem Problem mit seiner Erfindung begegnen will.

Beliebiges Gefäß nutzbar

Miito ist ein induktionsbasiertes System zur Erwärmung von Flüssigkeiten. Es besteht aus einer portablen Induktionsplatte und einem mit ihr zusammenarbeitenden, aufstellbaren Heizstab. Nutzer sollen ein beliebiges Gefäß ihrer Wahl – vom Trinkbecher bis zur Kaffeekanne – auf der Platte abstellen und durch das Eintauchen der Stange erwärmen können. Dadurch wird vermieden, dass mehr Wasser als notwendig beheizt und ohne Notwendigkeit zusätzliche Energie verbraucht wird.

foto: miito

Die Geschwindigkeit ist dabei mit herkömmlichen Kochern durchaus vergleichbar. Wasser in einem herkömmlichen Glas (200 Milliliter) soll binnen einer Minute zum Kochen gebracht werden. Wasser in einer Keramikkanne (500 Milliliter) in rund 2,5 Minuten. Die Dauer hängt von Wassermenge und Gefäßmaterial ab. Auch andere Flüssigkeiten, etwa Tee, Milch oder Suppe, kann direkt erhitzt werden.

Ein Knopf zur Bedienung

Darüber hinaus soll das Erwärmen mit Miito sehr leise erfolgen und in Sachen Energieverbrauch auch Gasbrennern und Mikrowellen überlegen sein. Bei der Bedienung will man außerdem hohe Sicherheit gewährleisten. Die Ladeplatte bleibt stets kühl und das Gerät verfügt über einen einzigen Knopf. Nach der Betätigung geht es in den Standby-Modus über und erkennt über Sensoren, wenn der Heizstab in das jeweilige Gefäß eingeführt wurde.

Erfolgreicher Kickstart

Die Entwicklung von Miito ist in fortgeschrittenem Stadium. Via Kickstarter will man diese abschließen und das Gerät reif für die Massenproduktion machen. 150.000 Euro wollte man dafür einnehmen, mittlerweile nähert man sich der 400.000-Euro-Marke.

Interessenten können sich einen Haushaltshelfer ab 90 Euro sichern, nach Österreich fallen zehn Euro Porto an. Das Start-up wird außerdem Ende Mai am Pioneers Festival in Wien vertreten sein und plant auch andere Messe-Auftritte. (gpi, 24.05.2015)

foto: miito
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