Protestkomitee entscheidet: Nur Ritzing weiter ohne Lizenz

15. Mai 2015, 13:56
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Admira, LASK, Austria Salzburg und Austria Klagenfurt bekommen in zweiter Instanz grünes Licht

Wien – Das Protestkomitee der Fußball-Bundesliga hat in zweiter Instanz vier von fünf Klubs die Lizenz erteilt, denen diese zunächst verweigert worden war. Nur Ritzing, designierter Meister der Regionallliga Ost, steht weiter ohne Teilnahme-Berechtigung da. Die Vienna, die ebenfalls in erster Instanz keine Spielberechtigung erhielt, hatte keinen Protest eingebracht.

Admira Wacker Mödling, der LASK Linz sowie aus den Regionalligen Austria Klagenfurt und Austria Salzburg können somit aufatmen. Die der Admira, in der Bundesliga noch in den Abstiegskampf verstrickt, vorgeschriebenen finanziellen Auflagen (monatliche Liquiditätsberichterstattung sowie eine quartalsmäßige Reorganisationsprüfer-Berichterstattung) bleiben jedoch aufrecht. Den Stolperstein eines nicht mit der nötigen Lizenz ausgestatteten Cheftrainers haben Admiraner wie Linzer inzwischen aus dem Weg räumen können: Am vergangenen Freitag bestellte die Admira Ernst Baumeister, der LASK nominierte am Montag ebenso pro forma Alfred Olzinger.

Entscheidung bis 29. Mai

Über etwaige Auflagen für die Noch-Regionalligisten wird erst bei Feststehen des Aufstiegs entschieden, im Fall der Salzburger Austria wurde das genannte Ausweichstadion in Schwanenstadt offenbar akzeptiert. Der Meister der Westliga steigt direkt in die Erste Liga auf.

Sollte Ostligist Ritzing auch bei einer Klage beim Ständigen Neutralen Schiedsgericht scheitern, würde der Zweitplatzierte (derzeit SC/ESV Parndorf) in das Aufstiegs-Playoff mit dem Meister der Regionalliga Mitte (mutmaßlich Austria Klagenfurt) gehen. Eine diesbezügliche Entscheidung würde bis spätestens 29. Mai fallen.

Ritzing-Obmann: "Alle Bedingungen erfüllt"

"Vier von fünf Protestwerbern konnten aufgrund der neu eingebrachten Nachweise die für die Lizenzverweigerung erster Instanz maßgeblichen Gründe entkräften, wonach die Lizenz erteilt werden konnte. Bei einem Klub war dies nicht der Fall", sagte Andreas Grundei, der Vorsitzende des Protestkomitees.

"Aus meiner Sicht wurden alle Bedingungen für eine Lizenzerteilung erfüllt", erklärte Ritzing-Obmann Harald Reiszner in einer Aussendung. "Ich hoffe natürlich auf eine positive Entscheidung des unabhängigen Schiedsgerichtes und werde ungeachtet dessen die Weiterentwicklung des SC Ritzing sowohl auf wirtschaftlicher und infrastruktureller wie auch auf sportlicher Ebene mit aller Konsequenz vorantreiben." (red, 15.5. 2015)

  • Austria Salzburg hat die Lizenz bekommen.
    foto: reuters/ho

    Austria Salzburg hat die Lizenz bekommen.

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