Wien begrüßt wieder die internationale Immo-Branche

18. Mai 2015, 09:00
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Sylvia Foissy, Veranstalterin der GREET Vienna, sieht die Konferenz als Netzwerk-Event mit internationalem Anspruch

Am 20. und 21. Mai findet im Palais Niederösterreich in der Wiener City zum 3. Mal die Immobilienkonferenz GREET Vienna statt. Veranstalterin Sylvia Foissy erwartet heuer etwas mehr Teilnehmerinnen und Teilnehmer als im letzten Jahr, als rund 400 begrüßt werden konnten. "Viele melden sich leider sehr kurzfristig an", sagt Foissy zum STANDARD. Mit Besuchern aus Russland und der Ukraine sei es auch nach wie vor "schwierig", sagt die Veranstalterin. "Vereinzelt kommen Leute von dort, aber nicht mehr die Großdelegationen der vergangenen Jahre."

Türkei im Vormarsch

Ganz anders sieht es hingegen bei der Türkei aus: Vom Bosporus hat sich eine Delegation rund um den früheren Planungsminister Erdogan Bayraktar angesagt, "darüber hinaus kriegen wir aber auch noch zusätzliche Anmeldungen". Die größte Auslandsgruppe stellt aber Deutschland.

Foissy hat die "Global Real Estate and Economy Talks" (wofür das Akronym GREET ausgeschrieben eigentlich steht) 2013 als Fortführung des Konferenzprogramms der Ostimmobilienmesse Real Vienna ins Leben gerufen. Die Messe scheiterte bekanntlich, sie fand 2011 letztmals statt, weil viele osteuropäische Märkte in der Wirtschafts- und Finanzkrise völlig zum Erliegen gekommen waren und infolgedessen auch die Messebesucher ausblieben.

Netzwerken ist wichtig

Foissy will die GREET nun nicht hauptsächlich als internationale, sondern zu mindestens ebenso großen Teilen als nationale Netzwerkplattform verstanden wissen. "Bei uns stehen die Gespräche im Vordergrund. Wir haben zwar den internationalen Anspruch, und das soll auch so bleiben, aber natürlich mit Einbindung der Österreicher." Weil es heuer in einer Panel-Diskussion um "Österreicher auf dem Weg nach Deutschland" gehen wird, werden einige Vertreter von in Deutschland sehr aktiven heimischen Unternehmen erwartet, beispielsweise CA-Immo-Chef Bruno Ettenauer oder Buwog-CEO Daniel Riedl. Die Eröffnungskeynote, eine Rundumschau über die wirtschaftliche Situation Europas, bestreitet der ehemalige EU-Abgeordnete Hannes Swoboda.

Auf der Suche nach den passenden Themen arbeite man "durchaus ein wenig wie eine Zeitung", sagt Foissy: "Wir sehen uns an, welche Themen gewünscht werden. Sonst laufen wir Gefahr, ein Programm zu machen, das niemanden interessiert." Großes Thema seien derzeit etwa Gesundheitsimmobilien.

"Als Fixpunkt etablieren"

Foissy will die GREET "nachhaltig als internationale Immobilienplattform in Wien etablieren, sodass sie für viele ein Fixpunkt im Kalender wird. Nicht nur für die internationalen Gäste, sondern auch für die Österreicher, die im Ausland tätig sind." Die Teilnahme kostet 385 Euro für beide Tage. Im Vergleich mit anderen Events sieht sich Foissy hier "preislich voll konkurrenzfähig". (Martin Putschögl, 16.5.2015)

  • Im Innenhof des Palais Niederösterreich wird in den nächsten Tagen wieder gefachsimpelt und genetzwerkt. Mehr als 400 Teilnehmer werden zur dritten GREET Vienna erwartet.
    foto: greet vienna

    Im Innenhof des Palais Niederösterreich wird in den nächsten Tagen wieder gefachsimpelt und genetzwerkt. Mehr als 400 Teilnehmer werden zur dritten GREET Vienna erwartet.

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