Europa nimmt Chinas Solarfirmen ins Visier

15. Mai 2015, 07:44
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Deutsche und europäische Behörden ermitteln wegen möglicher Umgehung von Importzöllen

Berlin/Peking - Deutsche und europäische Behörden ermitteln einem Pressebericht zufolge gegen chinesische Solarfirmen, weil diese Importzölle umgangen haben sollen. Involviert seien neben Zollbehörden und Staatsanwaltschaften auch das deutsche Finanzministerium und das Europäische Amt für Betrugsbekämpfung (OLAF), berichtete die "Süddeutsche Zeitung" (Freitag-Ausgabe) im Voraus.

"Gemeinsam mit dem Olaf haben die deutschen Behörden mögliche Einfuhren von Solarpaneelen ermittelt, bei denen der Verdacht besteht, dass Antidumpingzölle umgangen wurden", wurde das deutsche Finanzministerium zitiert. "Die europäischen Behörden haben sehr viele Unternehmen benannt, die verdächtigt werden, an der Umgehung von Abgaben beteiligt zu sein."

In Deutschland gebe es einen Verdacht gegen mindestens zwölf Firmen. Wie das Blatt unter Berufung auf Justizkreise berichtete, sollen etwa Module und Zellen aus China in Länder wie Malaysia und Taiwan verschifft und dort mit neuen falschen Papieren ausgestattet worden sein.

Seit 2013 müssen chinesische Hersteller ihre Produkte zu einem Mindestpreis in der EU verkaufen, nachdem sich die europäische Solarbranche gegen Dumpingpreise aus Fernost zur Wehr gesetzt hatte. Die Auflagen laufen im Dezember aus, könnten aber verlängert werden. (APA, 15.5.20159

  • Module und Zellen aus China sollen in Länder wie Malaysia und Taiwan verschifft und dort mit neuen falschen Papieren ausgestattet worden sein.
    foto: reuters/stringer

    Module und Zellen aus China sollen in Länder wie Malaysia und Taiwan verschifft und dort mit neuen falschen Papieren ausgestattet worden sein.

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