Opposition gewinnt Parlamentswahl in Guyana

15. Mai 2015, 06:12
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Staatschef Ramotar fordert komplette Neuauszählung

Georgetown – Das südamerikanische Land Guyana steht vor einem Machtwechsel. Nach vorläufigen offiziellen Ergebnissen konnte das Oppositionsbündnis des Ex-Generals David Granger bei der Parlamentswahl am Montag mehr Stimmen auf sich vereinen als die linksgerichtete Regierungspartei von Präsident Donald Ramotar.

Fast 207.000 Wähler stimmten den Angaben zufolge für Grangers Bündnis APNU (A Partnership for National Unity) und 201.500 für die seit mehr als zwei Jahrzehnten regierende PPP/C (People's Progressive Party/Civic). Ramotar erkannte das Wahlergebnis allerdings nicht an und forderte eine komplette Neuauszählung.

Zum Präsidenten wird der Kandidat der Partei ernannt, die bei der Parlamentswahl die meisten Stimmen erhält. Er ernennt auch das Kabinett und bestimmt die Richtung der Politik. Die ehemalige britische Kolonie grenzt an Brasilien, Venezuela und Surinam und wurde 1966 unabhängig. Das Land hat knapp 800.000 Einwohner und ist ethnisch gespalten in eine indisch- und eine afrikanischstämmige Bevölkerung. (APA, 15.5.2015)

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