Aufruf an Google: Mehr Transparenz bei "Recht auf Vergessen"

14. Mai 2015, 17:24
8 Postings

Öffentlichkeit wird über Ausmaß und Kriterien nicht ausreichend informiert, so eine Petition

Rund achtzig Intellektuelle haben sich mit einem offenen Brief an Suchmaschinenbetreiber Google gewandt. Sie fordern, dass der IT-Konzern besser offenlegen soll, welche Einträge er von den Ergebnislisten entfernt hat. Google war durch ein Urteil des Europäischen Gerichtshofs (EuGH) dazu verpflichtet worden, veraltete und die Privatsphäre des Antragstellenden verletzende Links zu entfernen.

"Wir wissen sehr wenig darüber, von welcher Art die gelöschten Einträge sind und wie viele es davon gibt", schreiben die Wissenschafter in dem Brief, der etwa im Guardian veröffentlicht wurde. Kritiker hatten früh darauf hingewiesen, dass durch das Urteil Suchmaschinenbetreiber selbst entscheiden müssen, welche Einträge zu löschen sind. Erste Anträge für Löschungen stammten beispielsweise von Rechtsextremen und Pädophilen.

Google hatte selbst ein Gremium eingesetzt, um die richtige Umgangsform mit Löschanträgen zu erarbeiten. Der IT-Konzern wies gegenüber des Guardians darauf hin, dass bereits ein Transparenzbericht veröffentlicht wurde und man über Feedback froh sei, um die weitere Vorgehensweise zu adaptieren. (fsc, 14.5.2015)

  • Google soll offener mit Löschanträgen umgehen, fordern Intellektuelle in einem offenen Brief
    foto: reuters/blinch

    Google soll offener mit Löschanträgen umgehen, fordern Intellektuelle in einem offenen Brief

Share if you care.