Wawrinka Thiems Prellbock in Rom

14. Mai 2015, 16:09
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Fehleranfälliger 21-Jähriger muss sich dem Schweizer im Achtelfinale in zwei Sätzen geschlagen geben

Rom - Für Dominic Thiem war im Achtelfinale des ATP-Masters-1000-Tennisturniers von Rom Endstation. Der Niederösterreicher unterlag dem Schweizer Stan Wawrinka nach 1:38 Stunden 6:7 und 4:6. Dank 90 gesammelter Punkte wird der 21-Jährige in der Weltrangliste Andreas Haider-Maurer aber wieder als ÖTV-Nummer-Eins ablösen.

Kein Duell mit Nadal

Durch die Niederlage verpasste Thiem ein prestigeträchtiges Viertelfinal-Duell mit dem spanischen Sandplatzkönig Rafael Nadal, der den US-Amerikaner John Isner 6:4, 6:4 besiegte. Gegen Wawrinka war es die zweite Niederlage im dritten Masters-1000-Aufeinandertreffen nach jener in Paris Ende Oktober 2014 in der zweiten Runde. Den bisher einzigen Sieg gegen den Ranglistenneunten hatte Thiem im Mai 2014 in der zweiten Madrid-Runde gefeiert.

Thiem und Wawrinka konnten sich im ersten Satz lange Zeit auf ihren Aufschlag verlassen. Die jeweils einzige Breakmöglichkeit blieb ungenützt, weshalb die Entscheidung im Tiebreak fiel. Dort führte der Schweizer schnell mit 3:0 und ließ sich diesen Vorteil nicht mehr nehmen, er nützte seinen zweiten Satzball zum 7:3. Im zweiten Durchgang war Wawrinka bei seinem Service unantastbar. Der in der Rangliste auf Position 49 liegende Thiem gab zum 2:3 einmal seinen Aufschlag ab und konnte diesen Nachteil nicht mehr aufholen. Wawrinka nützte gleich seinen ersten Matchball.

40.930 Euro Preisgeld

Der Schweizer machte bei seinem ersten Aufschlag 94 Prozent der Punkte, Thiem demgegenüber nur 68 Prozent. Während die Bilanz an unerzwungener Fehler mit 27:26 für den ehemaligen Australien-Open-Sieger ziemlich ausgeglichen war, schaffte der Schweizer mit 28:14 deutlich mehr Winner als sein Gegner. Für Thiem hat sich der Auftritt bei dem mit fast 3,3 Millionen Euro dotierten Sandplatz-Event finanziell gelohnt, erhielt er doch ein Preisgeld in Höhe von 40.930 Euro. Kommende Woche steht Thiem beim Turnier in Nizza auf der Startliste. (APA, red, 14.5.2015)

  • Dominic Thiem fehlte es gegen Wawrinka an Konstanz und Präzision.
    foto: ap/ felice calabro

    Dominic Thiem fehlte es gegen Wawrinka an Konstanz und Präzision.

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