Sharp einigte sich mit Banken auf Sanierungsplan: Jeder 10. Job weg

14. Mai 2015, 14:25
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Schon zweites Rettungspaket binnen drei Jahren

Der japanische Elektronikkonzern Sharp hat sich mit seinen Banken auf eine neuerliche Sanierung geeinigt. Die Hauptgeldgeber - Mizuho und Bank of Tokyo-Mitsubishi UFJ - sagten 1,7 Mrd. Dollar (1,52 Mrd. Euro) zu, wie Sharp am Donnerstag mitteilte. Der Fonds Japan Industrial Solutions steuert weitere 200 Mio. Dollar zu. Im Gegenzug verpflichtete sich Sharp zu einem Sanierungsplan.

Es ist bereits das zweite Rettungspaket innerhalb von drei Jahren. Die Pläne sehen die Streichung von zehn Prozent der gesamten Stellen vor. Des Weiteren ist der Verkauf der Zentrale in Osaka vorgesehen. Das Geschäft mit Displays bleibt Firmenchef Kozo Takahashi zufolge anders als erwartet Teil des Konzerns.

Bereits 2012 wurde der Konzern, der Produkte vom Solarmodul über Taschenrechner und LED-Lampen bis hin zu Fernsehern und Bildschirmen herstellt, mit rund 2,7 Mrd. Euro vor dem Aus gerettet. Damals fielen 5.000 Stellen weg und Sharp stieg aus dem europäischen Fernsehergeschäft aus. Das Unternehmen steht im Display-Bereich, in dem es unter anderem Apple beliefert, wegen der günstigeren Konkurrenz aus anderen asiatischen Ländern unter Druck. Deswegen schrieb Sharp immer wieder rote Zahlen. (APA, 14.5.2015)

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