Secop streicht 120 Jobs in Fürstenfeld

14. Mai 2015, 12:09
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Komponentenlinien werden in die Slowakei verlagert, Oststeiermark soll Hoch-Technologiestandort werden

Fürstenfeld - Secop, das 2013 den insolventen Kühlkompressorhersteller ACC Austria GmbH aus Fürstenfeld übernommen hat, plant 120 Mitarbeiter am Standort in der Oststeiermark zu streichen. Die Kompressor-Komponenten-Fertigung soll bis Ende 2016 in der Slowakei erfolgen. In Fürstenfeld will das Unternehmen in Zukunft nur noch hochautomatisierte Produktionslinien fahren.

Die deutsche Secop plant in der Slowakei ein Kompetenzzentrum für Komponenten und will deren Herstellung am Standort Zlate Moravce konzentrieren. Daher werden im Laufe des Jahres 2016 einzelne Komponentenlinien aus Fürstenfeld in die Slowakei verlagert, teilte das Unternehmen mit. "Aus heutiger Sicht sind von den geplanten Maßnahmen rund 120 Mitarbeiter in Secop Austria betroffen", hieß es.

Kompetenzzentrum

In Fürstenfeld wolle man sich dafür in Zukunft auf drei Bereiche konzentrieren: Der Hauptsitz des Bereiches Global Technology bleibt in der Oststeiermark. Er sei für die "Entwicklung hocheffizienter Kompressor-Technologien für die gesamte Secop Gruppe verantwortlich". Weiters habe man sich entschieden, ein Kompetenzzentrum für "Manufacturing Engineering Excellence" in Österreich zu etablieren. Durch die geplanten Maßnahmen werde der Standort Fürstenfeld langfristig als Hoch-Technologiestandort für die gesamte Gruppe gesichert.

Rote Zahlen

Secop-Geschäftsführer Rudolf Mirth erklärte, dass man nach der Übernahme der ACC Austria GmbH bisher noch nicht in die schwarzen Zahlen gekommen sei und daher die Maßnahme für eine Stabilisierung des Standortes sorgen soll. Die Mitarbeiter dürften voraussichtlich Ende 2015 gekündigt werden. Derzeit sind 415 Arbeiter und Angestellte bei Secop in der Oststeiermark beschäftigt.

Der Umsatz im Vorjahr hat laut Mirth rund 67 Mio. Euro betragen, für 2015 werden etwa 70 Mio. Euro erwartet. Das bedeute zwar, dass sich die wirtschaftliche Situation verbessere, aber es bisher noch zu wenig sei, obwohl man in den vergangenen beiden Jahren rund zehn Mio. Euro in neue Produkte investiert habe, sagte Mirth. (APA, 14.5.2015)

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