SPÖ kontert FPÖ-Kritik an Zuwanderung

13. Mai 2015, 16:57
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Darabos: Hauptgrund für Anstieg der Arbeitslosigkeit ist schwaches Wirtschaftswachstum, nicht Zuwanderung

Wien - Die FPÖ sieht die Rekordarbeitslosigkeit in Österreich als direkte Folge der Zuwanderung. Das haben Parteichef Heinz-Christian Strache und der Wiener Klubchef Johann Gudenus am Mittwoch in einer Pressekonferenz bekräftigt. Bestätigt sehen sie sich durch eine Anfragebeantwortung des Sozialministeriums. Dem dortigen Ressortchef Rudolf Hundstorfer (SPÖ) warf Strache "Lügenpolitik" vor.

SPÖ-Bundesgeschäftsführer Norbert Darabos wies die Kritik zurück. "Der Hauptgrund für den Anstieg der Arbeitslosigkeit liegt im schwachen Wirtschaftswachstum, nicht in der Zuwanderung", so Darabos am Mittwoch in einer Aussendung.

"Unsinnige" Forderungen

Die Mehrzahl der Zuwanderer seien hoch qualifizierte Fachkräfte, die von der Wirtschaft gebraucht würden. Die Hälfte aller beim AMS vorgemerkten Arbeitslosen habe indes gar keinen oder einen niedrigen Bildungsabschluss. "Die FPÖ verbreitet bewusst Halbwahrheiten, um gegen ZuwandererInnen und die Arbeit der Bundesregierung zu polemisieren", so der SPÖ-Bundesgeschäftsführer.

Die Forderung der FPÖ nach einer teilweisen Schließung des Arbeitsmarktes ist für Darabos "in mehrfacher Hinsicht unsinnig". Dies wäre vor allem rechtlich gar nicht zulässig. (APA, red, 13.5.2015)

  • Für SPÖ-Geschäftsführer Norbert Darabos sind die Rufe von FPÖ-Obmann Heinz-Christian Strache nach einer teilweisen Schließung des Arbeitsmarktes "unsinnig".
    foto: apa/roland schlager

    Für SPÖ-Geschäftsführer Norbert Darabos sind die Rufe von FPÖ-Obmann Heinz-Christian Strache nach einer teilweisen Schließung des Arbeitsmarktes "unsinnig".

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