Die Alpen, geologisch betrachtet

16. Mai 2015, 17:50
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Grazer Ausstellung "Landschaft im Wandel" reicht von der Plattentektonik bis zum Einfluss des Menschen

Graz - Das Naturkundemuseum des Universalmuseums Joanneum hat ausgehend vom Bildband "Geologie der Alpen aus der Luft" des Schweizer Fotografen und Bergsteigers Ruedi Homberger und des Grazer Geologen Kurt Stüwe eine Ausstellung gestaltet, die Museumsbesuchern unerwartete Blicke auf die Alpen bietet: Plattentektonik, Überschiebungszonen, Blockgletscher, die Besonderheiten von Kalkgebirgen und solchen aus Granit sowie die Abtragung der Gebirge durch Erosion werden aus der Vogelperspektive betrachtet vor Augen geführt und zeigen tektonische Phänomene, die viele bisher wahrscheinlich als solche noch nie wahrgenommen haben.

Jeder der riesigen Luftaufnahmen wurden Grafiken und aufschlussreiche Texte beigestellt, die erklären, welche Schichten zu sehen sind. Die Kombination der beiden Disziplinen soll die "natürliche Landschaftsverwandlung" sichtbar machen.

Aber nicht nur die Geologie, sonder auch der Mensch präge das Gesicht der Erde, betont Peter Pakesch, Intendant des Universalmuseums Joanneum. So wurde dem aufschlussreichen Porträt jenes Gebirgszuges, der rund zwei Drittel der österreichischen Staatsfläche bedeckt, die Fallstudie "Steirisches Vulkanland" beigesellt. Sie zeigt, wie die in zwei Vulkanphasen vor 16 und zwei Millionen Jahren gebildete Landschaft innerhalb weniger Jahrhunderte durch den Menschen neu geformt und verändert wurde. (APA/red, 16.5. 2015)


Ausstellung "Landschaft im Wandel - Vom Matterhorn ins Vulkanland", bis 17. Jänner 2016. Naturkundemuseum des Universalmuseum Joanneum, Joanneumsviertel, 1. Obergeschoß.

Die Publikation von Kurt Stüwe und Ruedi Homberger: "Die Geologie der Alpen aus der Luft", Weishaupt Verlag, 2011, ca. 300 Seiten, liegt während der Ausstellung um 58 Euro zum Kauf auf.

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