Fenninger bedauert, aber reist ab

13. Mai 2015, 18:17
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Salzburgerin glättet via Facebook und Twitter die Wogen im Streit mit dem ÖSV, reist aber vom gemeinsamen Trainingslager ab

Eine E-Mail von Anna Fenninger hat in den letzten Tagen für gehörigen Wirbel gesorgt, nun ist die Salzburgerin um Glättung der Wogen bemüht. Die zweifache Gesamtweltcupsiegerin bedauert via Facebook und Twitter, dass ihre Mail via Sportwoche an die Öffentlichkeit gelangte. Sie hofft, dass das Problem intern geklärt werden kann, denn das sei von Anfang an ihre Absicht gewesen.

"Ihr habt heute sicher schon Zeitung gelesen oder Radio gehört und euch gehörig gewundert. Ich habe mich gestern auch gewundert, dass meine Mail mit vertraulichem Inhalt plötzlich in der Öffentlichkeit landet. Ich bedauere das sehr und bitte meine Fans und die Medien um Verständnis, dass ich die ungeplante Öffentlichkeit jetzt nicht auch noch mit weiteren Kommentierungen vergrößern will. Wir klären das Thema hoffentlich intern wie von Anfang an beabsichtigt", schreibt Fenninger.

Die E-Mail war an acht Personen im ÖSV, darunter Präsident Peter Schröcksnadel und Sportdirektor Hans Pum gerichtet und Fenninger beschwerte sich darin über ihre sportliche Betreuung und über den Konflikt zwischen dem ÖSV und ihrem privaten Manager Klaus Kärcher. Sie stellte klar, dass sie sich keinesfalls von ihrem deutschen Manager trennen werde und stellte sogar ihren Rücktritt vom ÖSV in den Raum.

Der Skiverband teilte am Dienstag in einer Aussendung mit, er habe Fenninger nicht aufgefordert, sich von Kärcher zu trennen. "Im Gegenteil: Der ÖSV hat sogar eine Zusammenarbeit im Rahmen der Reglements und unter Berücksichtigung bestehender Vereinbarungen angeboten." Fenningers Management sei diesem Angebot aber nicht nachgekommen.

Zypern, den Rücken

Dass der Streit dennoch nicht unter den Tisch zu kehren ist, zeigt die Tatsache, dass Fenninger am Mittwoch vom Trainingslager in Zypern abreiste. Zusammen mit ihrem Konditionstrainer Peter Meliessnig verließ die Salzburgerin die Trainingsstätte, weil sie die gemeinsame Infrastruktur nicht mehr nutzen wolle. Weiter Reaktionen vom ÖSV oder Fenninger blieben aber noch aus. (honz/red, 13.5.2015)

  • Anna Fenninger mit ihrem Manager Klaus Kärcher.
    foto: apa/ techt

    Anna Fenninger mit ihrem Manager Klaus Kärcher.

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