Strom aus bei Schrammel Brot

13. Mai 2015, 13:57
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Traditionsbäckerei bereits geschlossen, 43 Menschen verlieren ihren Job

Wien - Die Tage der Wiener Traditionsbäckerei Schrammel sind offenbar gezählt. Vergangene Woche wurde über das Unternehmen das Konkursverfahren eröffnet. Am Mittwoch teilte der Kreditschutzverband AKV mit, dass ein Fortführung derzeit nicht geplant sei. Schrammel sei bereits geschlossen. Er konnte nicht mehr backen, weil er die Stromrechnung nicht zahlte.

"Als Insolvenzgrund wurde von der Schuldnerin angegeben, dass die für den Betrieb notwendige Stromversorgung und Energieversorgung abgeschaltet wurde", so der AKV in einer Aussendung. Die Schrammel Backmanufaktur soll liquidiert werden.

125 Gläubiger sind von der Pleite betroffen, deren Forderungen belaufen sich auf 1,1 Mio. Euro.

Zuletzt beschäftigte Schrammel 43 Personen, ihre Dienstverhältnisse wurden zum Teil bereits vor der Insolvenzeröffnung beendet.

Schrammel war bereits vor fünf Jahren zahlungsunfähig. Sanierer Johannes Glaser kaufte das Unternehmen damals aus der Insolvenz heraus. Ende April 2015 hatte Glaser angekündigt, die Bäckerei umzubauen und nach einer Pause Ende August mit 40 Mitarbeitern wieder zurückzukehren.

Der Bäcker hat kein eigenen Filialen, beliefert aber rund 200 Supermärkte mit Schrammel-Brot. Der Lebensmittelhandel setzt jedoch zunehmend auf selbst aufgebackenes Brot, was mittelständischen Bäckern das Leben schwer macht. (APA, 13.5.2015)

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