Telekom Slovenije mit Gewinn- und Umsatzrückgang im ersten Quartal

13. Mai 2015, 12:05
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Nettogewinn sank um 41 Prozent auf 7,2 Mio. Euro - Privatisierungsverfahren soll sich laut Medienberichten bis Monatsende verzögern

Die staatliche slowenische Telekom Slovenije, die sich inmitten eines Privatisierungsverfahrens befindet, verzeichnete im ersten Quartal 2015 einen Gewinn- und Umsatzrückgang. Der Nettogewinn sank gegenüber der Vergleichsperiode um 41 Prozent auf 7,2 Mio. Euro. Der Umsatz fiel mit 181,8 Mio. Euro um 6 Prozent niedriger aus, teilte das Unternehmen mit.

Das operative Ergebnis (EBIT) schrumpfte um 36 Prozent auf 12,3 Mio. Euro, das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBTIDA) um 12 Prozent auf 51,6 Mio. Euro. Das EBIT und das EBITDA seien besser als geplant ausgefallen, hieß es. Unterdessen wurde im ersten Quartal Wachstum bei Mobilfunkkunden (um 2,6 Prozent) sowie bei den Breitband-Internet (um 2,1 Prozent) und TV-Anschlüssen (um 5,4 Prozent) verbucht.

"Es ist für das Unternehmen nicht gut, dass sich das Verkaufsverfahren so hinauszieht"

Der Telekom-Chef Rudolf Skobe hofft auf eine schnelle Abwicklung des Privatisierungsprozesses. "Es ist für das Unternehmen nicht gut, dass sich das Verkaufsverfahren so hinauszieht", sagte er bei einer Pressekonferenz am Mittwoch.

Der Ausgang des Privatisierungsprozesses ist ungewiss. Nur ein einziges Offert ist bei der slowenischen Staatsholding (SDH) für den knapp Drei-Viertel-Anteil der Telekom eingelangt. Der britische Investmentfonds Cinven soll laut Medienberichten einen Kaufpreis unter den Erwartungen der staatlichen Eigentümern und auch unter dem aktuellen Börsenwert angeboten haben. Mit der angekündigten Bereitschaft, das Angebot noch aufzubessern, habe sich Cinven allerdings noch etwas Zeit gekauft, berichtete die Tagezeitung "Dnevnik" (Mittwochsausgabe). Das Verkaufsverfahren, das in den nächsten Tagen beendet werden sollte, soll sich laut dem Bericht nun bis zum Ende des Monats verzögern.

"Der Kostenabbau ist schneller als der Umsatzrückgang"

Unabhängig von dem Privatisierungsverfahren führt die Telekom ihre Strategie weiter. "Der Kostenabbau ist schneller als der Umsatzrückgang", so Skobe. Der Jobabbau wird fortgesetzt - heuer sollen 230 Arbeitsstellen wegfallen, im nächsten Jahr 225. Die Telekom wartet auch auf die Genehmigung der Wettbewerbshüter für die im Februar vereinbarte Übernahme des viertgrößten Mobilfunkanbieters im Land, Debitel. (APA, 13.5. 2015)

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